Tipps

  • Sicher gehen. Verwenden Sie niemals Brand­beschleuniger, wie Spiritus oder Benzin. Diese Flüssig­keiten verdampfen bereits bei nied­rigen Temperaturen und bilden ein explosives Gas-Luft-Gemisch. Sie können meter­hoch verpuffen und umstehenden Menschen Schaden zufügen. Mit den Produkten im Test passiert das nicht. Sie sind in dieser Hinsicht sicher.
  • Entspannen. Berechnen Sie ausreichend Zeit ein, um Holz­kohlen oder Briketts durch­glühen zu lassen. Grillen in Hektik macht wenig Spaß.
  • Vorteile kombinieren. Holz­kohlen und Briketts haben Vor- und Nachteile. Fürs schnelle Grill­vergnügen eignet sich vor allem Holz­kohle. Sie entflammt schneller als Briketts, brennt mit höheren Temperaturen, dafür aber kürzer. Empfehlens­wert ist DIN-geprüfte Holz­kohle. Briketts lassen sich deutlich schwerer entzünden, brennen dafür gleich­mäßig und halten die Hitze lange. Kombinieren sie beide Kohlearten auf dem Grill. Die Holz­kohlen entzünden die Briketts. Die Briketts halten die Hitze über Stunden.
  • Erkennen. Wenn Sie übrigens Braunkohle auf dem Grill vermeiden möchten, sollten Sie das Klein­gedruckte auf der Verpackung beachten. Angaben wie „mineralischen Ursprungs“ oder „aus heimischer Braunkohle“ weisen darauf hin. Braunkohl­briketts haben oft einen hohen Schwefel­anteil. Nach dem Grillen erkennen Sie das meist an der gelben Asche.
  • Lagern. Minus­temperaturen machen Holz­kohlen und Briketts nichts aus, Feuchtig­keit und Nässe dagegen schon. Lagern Sie ihre Grill­kohlen in trockenen Räumen. Feuchte Kohlen lassen sich schwerer entzünden und qualmen stark.
  • Gedulden. Warten Sie immer, bis der Grill­anzünder voll­ständig verbrannt und das Glutbett mit einer dünnen, weißen Asche­schicht über­zogen ist. Wenn Sie das Grill­gut zu früh auflegen, können Schad­stoffe im Dampf die Lebens­mittel verderben.

Grill­anzünder: Vor- und Nachteile

  • Anzündkamine. Große Modelle mit zusätzlichen Seiten­löchern glühen Briketts und Holz­kohle gut und schnell durch. Klein­teilige Holz­kohle kann den Kamin­zug verringern. Seien Sie sehr vorsichtig, wenn Sie die Glut in den Grill schütten. Oft sind die gefüllten Kamine schwer und die Griffe gefähr­lich heiß. Tragen Sie immer Grill­hand­schuhe. Glut­stücke können beim Umschütten daneben­fallen und Funken fliegen.
  • Anzünd­spray. Es ähnelt einer Haar­sprayflasche mit Sprüh­rohr. Sie müssen den Sprüh­knopf gedrückt halten, den ausströmenden Nebel mit dem Feuerzeug entzünden und etwa zwei Minuten auf die Kohlen richten. Das ausströmende Gasgemisch lässt sich leicht entzünden. Das Halten des Sprüh­knopfs ermüdet auf Dauer. Mit dem Anzünd­spray heizen Sie Holz­kohlen schnell, sicher und sauber ein. Briketts glühen erst nach etwa einer Stunde durch.
  • Heiß­luft-Grill­föhn. Für ihn brauchen Sie Strom. Mit heißer Luft entzünden Sie Holz­kohlen und Briketts. Mit kalter Luft schüren Sie die Glut. Sie müssen Funken­flug in Kauf nehmen. Beim Entzünden von Briketts wirbelt Asche hoch und beißender Geruch steigt auf. Mit einem Heiß­luft-Grill­föhn glühen Holz­kohlen im Test am schnellsten durch.
  • Elektro-Grill­anzünder. Für ihn brauchen Sie Strom. Schieben Sie die „Heizgabel“ zwischen die Kohlen. Er funk­tioniert rußfrei und geruchlos. Holz­kohlen heizt er in weniger als 40 Minuten ein, für Briketts braucht er deutlich länger. Stellen Sie den Elektro-Grill­anzünder nach seinem Einsatz sicher weg. Lassen Sie ihn abkühlen.
  • Holz-Wachs­anzünder. Sie können sie einfach abbrechen, dosieren und anzünden. Holz-Wachs­anzünder brennen mit kleiner Flamme, nahezu geruchs­los und rußfrei. Nur die getesteten Anzünd­holz­wollen verqualmen stinkend. Die Schnellsten im Test brauchen für Holz­kohle rund 40 Minuten. Briketts glühen mit diesen Grill­anzündern nur lang­sam durch.
  • Feste Paraf­finanzünder. Fassen Sie Paraffinwürfel am besten nur mit Hand­schuhen an. Sonst über­trägt sich der Paraffingeruch auf Ihre Hände. In dieser Hinsicht sauberer, dafür teuerer, sind einzeln in Folie verpackte Paraf­finanzünder. Beim Verbrennen rußen fast alle stark und riechen unangenehm. Holz­kohle ist im Schnitt nach spätestens 40 Minuten grill­bereit. Für Briketts sind feste Paraf­finanzünder eher keine Empfehlung.
  • Paraffingel und -creme. Wie weißer Zuckerguss haften die getesteten Produkte an den Kohlen. Sie entflammen etwas lang­sam. Sie rußen deutlich schwächer als ihre paraff­inhaltigen Geschwister in fester und flüssiger Form. Auch riechen sie weniger intensiv. Holz­kohlen entzünden sind in etwa 30 Minuten. Briketts sind nach weniger als einer Stunde grill­bereit. Lagern Sie Creme und Gel frost­frei. Sonst verlieren diese Anzünder ihre cremige Konsistenz, flocken aus, funk­tionieren aber noch.
  • Flüssige Paraf­finanzünder. Sie sind praktisch, aber beim versehentlichen Verschlu­cken gefähr­lich. Wenn Sie sie verwenden, sollten Sie die Flaschen sofort nach Gebrauch verschließen und für Kinder unerreich­bar wegstellen. Auf Holz­kohlen lassen sich die Flüssigen leicht anzünden, auf Briketts meist schwerer. Beim Verbrennen rußen die meisten stark und riechen unangenehm. Holz­kohle ist im Schnitt nach spätesten 30 Minuten grill­bereit. Für Briketts sind sie eher keine Empfehlung.
  • Bio-Flüssi­ganz­ünder. Wenn Sie einen flüssigen Anzünder nutzen möchten, bieten Ihnen die teureren Bio-Flüssi­ganz­ünder eine Alternative. Sie enthalten Methylester oder Glykolether auf Pflanzen­ölbasis. Die kosten mehr als die herkömm­lichen Paraffin­öle, kriechen dafür nach dem Verschlu­cken nicht in die Lungen, sind also sicherer. Auf Holz­kohle können Sie Bio-Flüssig­an­zünd­er leicht entzünden, auf Briketts eher schwer. Alle verbrennen weit­gehend qualm­frei und geruchs­arm. Holz­kohlen lassen Sie mit den getesteten Produkten in rund 30 Minuten durch­glühen. Hier können die Bio-Flüssig­an­zünd­er gut mit ihren paraff­inhaltigen Geschwistern mithalten. Für Briketts sind sie eher keine Empfehlung.

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