„Sie suchen ein neues Auto? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Und das beste ist: das Fahrzeug ist GRATIS!“ – diese verlockende Nachricht lesen Internetsurfer unter gratisneuwagen.de. Dort verspricht die Firma Kitzmann & Co. aus Altenholz, Werbefirmen würden den Wagen kaufen oder leasen und für zwei Jahre ihren Kunden zu Werbezwecken kostenlos zur Verfügung stellen.

Doch das Geschäft hat einen Haken: Ehe der Kunde ein Auto mit Werbefolien erhält, verlangt die Firma erst einmal eine Bearbeitungsgebühr von 49,90 Euro. Später sollen bei Übergabe des Fahrzeugs noch mal 50 Euro fällig sein. Sind die 49,90 Euro auf dem Konto von Kitzmann, verspricht die Firma, nach einem Werbepartner zu suchen. In etwa zwei bis fünf Wochen stünde dann der ausgewählte Kleinwagen vor der Tür.

Doch wer sich erkundigen will, wann denn der Wagen kommt, hat Pech gehabt. Denn anrufen klappt nicht. Es gibt keine Telefonnummer. „Weil alle unsere Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten“, begründet Kitzmann.

Ganz deutlich wird der Gratisbluff in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Denn Kunden haben auf einen Wagen gar keinen Anspruch. Die Gebühr zahlen sie schließlich nur dafür, dass sie in eine Kundendatei aufgenommen werden, auf die angeblich Werbefirmen zugreifen.

Warnung: Die Gefahr, abgezockt zu werden, besteht immer dann, wenn vom Kunden eine Vorauszahlung oder andere Vorleistung verlangt wird, so die Erfahrung von Verbraucherschützern. Erkundigen Sie sich deshalb in Ihrer örtlichen Verbraucherzentrale.

Dieser Artikel ist hilfreich. 103 Nutzer finden das hilfreich.