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Lebensversicherungen spülen der Versicherungswirtschaft das meiste Geld in die Kasse. Das Wachstum im Neugeschäft hat sich 2003 aber etwas verlangsamt. Die privaten Krankenversicherer nahmen vor allem durch Beitragserhöhungen mehr ein.

Die Beiträge, die Kunden für ihre privaten Versicherungen zahlen, werden im Jahr 2003 auf 146,9 Milliarden Euro steigen, schätzt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft. Das entspricht einem Wachstum von 3,9 Prozent im Vergleich zu 2002. Die Einnahmen sind damit weniger stark gestiegen als im Vorjahr. Damals verzeichneten die Versicherer noch ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber 2001.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Lebensversicherungen war mit 8 Millionen viel geringer als 2002 (11,8 Millionen). 3,5 Prozent mehr Geld nahmen die Lebensversicherer vor allem deshalb ein, weil viele Verträge vorsehen, dass der Beitrag des Kunden kontinuierlich steigt (Dynamik).

Bei den Autoversicherungen ging es um 2 Prozent nach oben nach einem Beitragsplus von 2,9 Prozent im Vorjahr.

Überdurchschnittliche Mehreinnahmen hatten die privaten Krankenversicherer mit einem Anstieg von 7 Prozent (Vorjahr 6,3 Prozent). Das ist bemerkenswert, weil doch das Neugeschäft durch die ab Januar 2003 höhere Versicherungspflichtgrenze erschwert wurde. Die höheren Einnahmen sind vor allem auf Preiserhöhungen für privat Krankenversicherte zurückzuführen.

Tipp: Gesetzlich Versicherte, die wegen der höheren Pflichtgrenze nicht zu den Privaten wechseln dürfen, können sparen, wenn sie in eine günstigere Krankenkasse wechseln.

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