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Von der seit 1995 anhaltenden Niedrigzinsphase proftieren Bauherren noch immer. Die Hypothekenzinsen liegen zwar rund einen Prozentpunkt über dem historischen Tiefstand vor zwei Jahren. Doch im langjährigen Vergleich ist Baugeld noch immer außergewöhnlich günstig. So kosten Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung derzeit einen Effektivzins von durchschnittlich 6 Prozent. Das sind rund zwei Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre.

Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, mussten Bauherren zu Beginn der 80er und 90er Jahre rund das Doppelte an Zinsen für ihren Kredit zahlen im Vergleich zu Bauherren, die ihre Finanzierung im Jahr 1999 begonnen haben.

Wer jetzt finanziert, sollte sich die günstigen Zinsen deshalb langfristig sichern. Zehn Jahre ist in der Regel das Minimum. Viele Banken bieten inzwischen sogar feste Zinsen für 15 Jahre an.

Kredite mit nur fünf Jahren Zinsbindung sind zwar anfangs billiger, bergen aber gerade in einer Niedrigzinsphase ein hohes Risiko. Das zeigt ein Beispiel aus der Statistik: Wer im Juni 1987 ein Darlehen mit fünf Jahren Zinsbindung zu 6,2 Prozent Effektivzins aufgenommen hat, musste für die Anschlussfinanzierung rund 9,5 Prozent zahlen. Da nach fünf Jahren erst ein kleiner Teil der Restschuld getilgt ist, treffen den Bauherren solche Zinserhöhungen mit voller Wucht.

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