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Die Mark hat in ihrer über 50-jährigen Geschichte große Achterbahnfahrten hinter sich. Am schwächsten war ihr Kurs Ende 1984. Der DM/Dollarkurs lag bei 3,25. Das entspricht etwa einem Dollar/Eurowert von 0,60. Ende 1991 gab es ein ganz neues Bild: Der Dollar war auf 1,39 gefallen, was einem Dollar/Euro-Kurs von 1,40 entsprach.

Die harte D-Mark wird durch einen schwachen Euro abgelöst, das jedenfalls befürchten viele Verbraucher. Rechnet man jedoch die Mark-Kurse der achtziger und neunziger Jahre zum festgelegten Kurs in Euro um, sieht man, dass die neue Währung heute ganz gut abschneidet.

1985 war der Dollar besonders stark. Er stand Ende Februar des Jahres bei 3,35 Mark. Aus heutiger Betrachtung heißt das: 1984 wäre ein Euro für die Amerikaner spottbillig gewesen. Er hätte nur 0,58 Dollar gekostet. Ende August 2001 kostete ein Euro immerhin 0,91 Dollar. Verglichen mit dem Tief in den 80er Jahren steht der Euro heute also gut da.

Für Anleger bedeutet ein schwacher Euro nicht in jedem Fall finanzielle Nachteile. Denn wer in einen amerikanischen Aktien- oder Rentenfonds oder in internationale Fonds mit zahlreichen amerikanische Werten im Depot investiert, erzielt einen Währungsgewinn, wenn der Euro-Kurs sinkt. Entscheidend ist nicht, in welcher Währung der Fonds gehandelt wird, sondern die Währung der Aktien, die im Depot liegen.

Tipp: Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte sein Fondsdepot ausgewogen mischen und in einen guten internationalen Aktienfonds mit vielen USA-Aktien und einen europäischen Fonds investieren.

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