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Die durchschnittlichen Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben sich über die Jahre langsam aber stetig nach oben entwickelt. Betriebskrankenkassen (BKK) gingen dabei in den letzten drei Jahren als einzige Kassenart etwas gegen den Trend.

In den letzten zehn Jahren ist der durchschnittliche Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von 12,4 auf 13,6 Prozent angestiegen. Der gesamte Beitrag zur Sozialversicherung ­ Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und seit 1995 Pflegeversicherung ­ kletterte in dieser Zeit von 35,3 auf heute 41,07 Prozent, also im Schnitt um einen halben Prozentpunkt im Jahr.

Interessanterweise löste das 1996 eingeführte Recht zum Kassenwechsel keinen Preiskampf zwischen den über 200 geöffneten Krankenkassen aus, sondern verhinderte lediglich einen weiteren Anstieg des durchschnittlichen Beitragssatzes. Diese Phase der Stabilität ist jetzt zu Ende. Das Bundesversicherungsamt erwartet, dass der Beitragssatz im Jahr 2002 durchschnittlich 13,9 Prozent betragen wird, eventuell wird sogar die Schwelle von 14 Prozent überschritten.

Dieses Mal erwischt es nicht nur die Versicherten, die in relativ teuren Kassen Mitglied sind. Vor allem im Mittelfeld, also beispielsweise bei den großen Ersatzkassen, und bei vielen bisher günstigen Kassen wird die Beitragsschraube angezogen. So erhöhte beispielsweise die bislang mit 11,9 Prozent recht günstige BKK Verkehrsbau Union ihren Beitragssatz auf einen Schlag auf 12,7 Prozent.

Tipp: Auch wenn es insgesamt teurer wird ­ durch den Wechsel in eine Kasse mit geringerem Beitragssatz lässt sich immer noch gutes Geld sparen.

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