Google TV-Box von Sony Schnelltest

Google TV bringt Apps, Filme und das komplette Internet ins Wohn­zimmer. Die TV-Box NSZ-­GS7 von Sony kostet 199 Euro. Sie passt an alle Fernseher. Ältere Fernseher verwandelt sie in smarte, schlaue Fernseher. Die Google TV-Box im Schnell­test.

Surfen mit Grenzen

Viele moderne Fernseher bieten Smart­funk­tionen: Sie können ins Internet gehen. Vorinstallierte Apps erleichtern die Nutzung. Doch das Surf­vergnügen beschränkt sich bei vielen Geräten auf ausgewählte Internet­seiten. Meist sind das TV-affine Seiten wie etwa die Mediatheken der Fernsehsender oder die Online-Video­thek Maxdome. Erschwerend hinzu kommt die mühsame Eingabe von Adressen, Texten und Such­begriffen über den Ziffern­block der Fernbedienung. Internet­seiten bauen sich oft quälend lang­sam auf. Eine intelligente Lösung dieser Probleme bietet nun Google TV in Verbindung mit der Box NSZ-­GS7 von Sony.

Alles nur nicht Facebook

Google TV bringt das Smartphone-Betriebs­system Android auf den Fernseher. Wie auf Smart-TVs üblich sind auch hier einige Apps vorinstalliert, zum Beispiel Picasa, Twitter, Youtube und Sonys Online-Video­thek Video Unlimited. Zuschauer können weitere Apps aus Googles Play Store herunter­laden. Die Google-Box lässt sich durch eine Vielzahl von Apps erweitern. Viele davon richten sich jedoch an Smartphone-Nutzer. Auf Fernsehern machen Sie wenig Sinn und starten zum Teil über­haupt nicht. Interes­santer­weise gibt es keine App zu Facebook.

Streichen und Tippen

Google TV-Box von Sony Schnelltest

Voll­wertige Tastatur

Die Tastatur erleichtert Text­eingaben.

Die Sony-Box geht über das Heimnetz­werk oder WLan ins Internet. Zum Fernseher führt ein HDMI-Kabel. Die Fernbedienung enthält auf der einen Seite ein Touch­pad. Größe: 4,7 x 5,2 Zenti­meter. Damit steuern Nutzer den Cursor über den Bild­schirm. Für große Bild­schirme ist das Berührungs­feld jedoch klein. Entweder streichen Zuschauer unablässig über das Feld. Oder sie stellen die Cursor-Geschwindig­keit auf schnell. Dann lässt er sich aber nicht mehr präzise steuern. Auf der Rück­seite bietet die Fernbedienung eine voll­wertige Tastatur. Sie erleichtert Text­eingaben ungemein. Ein Sensor erkennt, welche Seite der Tastatur gerade nach oben zeigt. Die Tasten auf der Unterseite sind dann deaktiviert.

Internet reagiert schnell

Die Google-Box ist mit dem Chrome-Browser ausgerüstet. Er funk­tioniert besser als herkömm­liche Browser in smarten Fernsehern. Internet­seiten öffnen sich flott. Auch Flash-Videos zeigt der Chrome-Browser an. Allerdings erscheint Schrift bei normalem Fernseh­abstand recht klein. Mit zwei Fingern auf dem Touch­pad lässt sich die Webseite zwar zoomen. Doch reagiert die Google-Box verzögert und unzu­verlässig auf die Berührungen. Mehr­mals stürzte der Chrome-Browser ab. Insgesamt funk­tioniert die Google TV-Box weniger geschmeidig als ein Laptop oder Tablet-PC.

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