Google Handy Schnelltest

T-Mobile verkauft seit Montag sein neues Internethandy G1. Das Handy mit dem Google Betriebssystem Android soll neue Welten erschließen. Der Schnelltest klärt, was das G1 derzeit bringt.

Zur Sicherheit mit Handytasche

T-Mobile G1 - schon zum Verkaufsstart in Deutschland ist dieses Handy praktisch Legende: Googles Einstieg in die mobile Welt. Produziert von HTC, vermarktet von T-Mobile. Viele Spekulationen eilten dem Google Phone voraus. Es soll das Internet endgültig mobil machen. Schneller und besser als das iPhone von Apple. Schick ist das G1 auf den ersten Blick: ein großes Display und nur wenige Tasten. Seine Tastatur verbirgt der Slider unter dem aufschiebbaren Display. Dafür ist die Anzeige immer sichtbar. Und ungeschützt - wie beim iPhone. T-Mobile liefert das G1 zur Sicherheit mit Schutzfolie und Handytasche.

In schwarz oder weiß

Das Google Handy wirkt wie ein Organizer, nicht wie ein Handy. Handtellergroß und fast zwei Zentimeter stark. Deutlich dicker als Apples iPhone. Dafür aber mit vollständiger Tastatur: perfekt für E-Mails und alle Texteingaben. Das Gehäuse gibt es wahlweise in Schwarz oder Weiß. Die Testredaktion kaufte ein weißes Gerät. Alles in allem ist das G1 zwar nobel, aber auch klobig und schwer: 158 Gramm Handy machen sich in der Hemdtasche schon störend bemerkbar.

Android bringt Multitasking

Neu am T-Mobile G1 ist vor allem seine Software. Android heißt das Betriebssystem von Google. Android soll das Handy fürs Internet perfektionieren. Das System ermöglicht schnelles Surfen, gute E-Mail-Funktionen und den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Programme. Multitasking heißt das. Ein Plus im Vergleich zum iPhone. Auf dem Apple-Handy kann zurzeit immer nur ein Programm laufen. Googles Betriebssystem Android ist außerdem offen für alle: Das Open-Source-Projekt bietet Entwicklern Anknüpfungspunkte für zusätzliche Software. Auch das ist ein Vorteil: Experten rechnen in Zukunft mit immer neuen Programmen für Android-Handys. Viele davon wahrscheinlich kostenlos.

Google reicht der Name

Zum Verkaufsstart kommt das T-Mobile G1 zunächst mit Webbrowser, Google Maps, Google Mail, YouTube und Terminverwaltung daher. Außerdem an Bord: Barcodescanner und Preissuchmaschine Shop Savvy und der Stadtführer Wikitude. Weitere Programme gibt es über das Softwareportal Android Market. Der Zugang hierfür ist bereits integriert. Auch die ersten Schritte sind beim G1 weniger kompliziert als beim iPhone. SIM-Karte einlegen, anschalten und bei Google Mail anmelden: Fertig. Für die Anmeldung bei Google reicht der Name. Apple will beim iPhone dagegen Namen, Geburtsdatum und Adresse. Das sind unnötig viele Daten. Obendrein fragt Apple noch nach der Kontoverbindung.

Google Mail ist Pflicht

Beim G1 läuft die Anmeldung ohne Probleme. Google-Mail ist allerdings Pflicht. Beim ersten Einschalten fragt das G1 zunächst nach einem Google Account. Wer laufend Mails empfangen will, braucht ihn auch. Der Google Dienst liefert die Mails automatisch aufs Handy (Push-Mail). Komfortabel und schnell. Manuell lassen sich Mails aber auch über andere Mail-Accounts abrufen. Kontakte und Termine synchronisiert das Google Handy wiederum nur mit Google Mail. Ein Datenabgleich mit dem PC, etwa via Microsoft Outlook, ist nicht vorgesehen. Google will die Herrschaft über das Handy. Das bemängelten schon Verbraucherschützer aus Belgien und Großbritannien. Im Oktober 2008 kauften sie das erste europäische G1 bei T-Mobile in England. Die Stiftung Warentest beteiligte sich an diesem internationalen Test.

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