Gold Meldung

Mehr als ein Jahr­zehnt lang gehörte Gold zu den rendite­stärksten Geld­anlagen. Im Jahr 2013 war es der größte Verlierer. Die Finanz­aufsicht ermittelt wegen des Verdachts auf Preismanipulation. Der Wert­verlust hat auch Auswirkungen auf die Kurse von Minen-Aktien und spekulativen Misch­fonds. test.de informiert.

Wert­verlust von 27 Prozent

Gold Meldung

Erst­mals seit 2001 hat Gold inner­halb eines Kalender­jahres an Wert verloren. Das Minus war sogar extrem. Der in US-Dollar berechnete Preis für eine Fein­unze (31,1 Gramm) fiel von rund 1 670 auf etwa 1 200 US-Dollar. Das ergibt einen Verlust von rund 27 Prozent. Anleger aus Deutsch­land machten sogar 30 Prozent Verlust, da im Jahr 2013 auch der Euro gegen­über dem US-Dollar zulegte. Da Gold gern als Krisen­schutz gekauft wird, ist es in ruhigen Zeiten weniger begehrt. Das behaupten zumindest viele Markt­beob­achter. Tatsache ist, dass keiner so genau weiß, warum der Gold­preis so drastisch gefallen ist.

Verdacht der Kurs­manipulation

Neben der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) gehen auch andere europäische Aufsichts­behörden dem Verdacht der Gold­preismanipulation nach. Der Gold­preis wird täglich von nur wenigen europäischen Groß­banken in London fest­gelegt (Fixing). Der Preis­verfall bei Gold und auch bei Silber ließ die Kurse von Firmen einbrechen, die diese Edel­metalle abbauen. Konzerne wie Newmont Mining oder Barrick Gold büßten in Jahres­frist bis zur Hälfte ihres Börsen­wertes ein. Die Förderkosten für Gold sind teil­weise so hoch, dass beim aktuellen Feinunzen­preis kein profit­abler Abbau möglich ist.

Spekulative Misch­fonds brechen ein

Manche Fonds­manager hatten in den vergangenen Jahren erfolg­reich die Gold­karte gespielt. Nun sind ihre Anleger ernüchtert. Der Misch­fonds M & W Privat, der stark in Gold und Gold­minen investierte, verlor 2013 mehr als ein Viertel seines Wertes. Der spekulati­vere Misch­fonds Noah Mix OP büßte in Jahres­frist sogar fast 60 Prozent ein.

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