Gold Meldung

Gold gilt als Inbegriff der Sicherheit. Denn in einer globalen Krise wäre wirklich nur auf das Edelmetall Verlass. Allerdings: In der jüngsten Vergangenheit war der Wert von Gold alles andere als stabil. Interessant ist es daher vor allem für Spekulanten. Zudem ist reales Gold recht teuer. An- und Verkaufskurse klaffen meist weit auseinander. Neben Goldbarren oder -münzen können Anleger aber auch in Goldminenaktien oder Goldfonds investieren. Allerdings: Goldanlagen eignen sich nur als Beimischung für das Depot. Finanztest nennt Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Anlagen in Gold und sagt, was Anleger vor einem Engagement unbedingt beachten sollten.

Schwankender Goldpreis

Der Goldpreis unterliegt starken Schwankungen. So konnten deutsche Anleger in den vergangenen drei Jahrzehnten mit Gold innerhalb eines Jahres mehr als 34 Prozent verlieren. Im besten Fall war allerdings auch ein Gewinn von 168 Prozent drin. Das liegt vor allem daran, dass Gold in US-Dollar gehandelt wird. Neben der Notierung müssen Anleger daher stets auch den Wechselkurs beobachten. Und der war in den vergangenen zwei Jahren nicht erfreulich: Der starke Euro machte die Kursgewinne des Goldes fast vollständig zunichte.

Goldbarren und -münzen

Reales Gold können Anleger in Form von Münzen oder Barren erwerben. Nachteil: An- und Verkaufspreise klaffen stark auseinander. Besonders groß ist der Unterschied bei Goldbarren. Während Anleger für einen Ein-Kilo-Barren nur 3,5 bis 4 Prozent Aufschlag zahlen, sind es bei Zehn-Gramm-Barren schon 15 Prozent. Allerdings müssen Anleger für einen Kilo-Barren auch um die 10 000 Euro zahlen. Bei den meisten Goldmünzen liegt der Verkaufskurs etwa 9 bis 10 Prozent über dem Kaufkurs. Nur beim südafrikanischen Krügerrand ist die Differenz mit etwa 5 bis 8 Prozent deutlich geringer. Doch bei den Sammlermünzen müssen Anleger zudem folgendes beachten: Ihre Preise richten sich nach Angebot und Nachfrage auf dem Sammlermarkt. Sie entwickeln sich daher nicht unbedingt parallel zum Goldpreis.

Goldminenaktien

Nur sehr wagemutige und nervenstarke Anleger sollten sich für Goldminenaktien entscheiden. Denn die Kurse dieser Papiere schwanken noch stärker als der Goldpreis. Hinzu kommt oft auch ein Währungsrisiko: Viele Minenaktien sind in US-Dollar notiert. Anleger aus Euroland kaufen die Aktien aber in Euro. Folge: Fällt der Dollar, machen auch die Anleger Verlust.

Goldfonds

Anleger können aber auch Goldfonds kaufen. Diese investieren in verschiedene Goldminenaktien. Ein Totalverlust ist dank der breiteren Streuung eher unwahrscheinlich. Allerdings sind die Wertschwankungen oft genauso groß wie bei einzelnen Goldminenaktien. Umgekehrt bieten Goldfonds aber auch gute Gewinnchancen. Ein steiler Kursanstieg ist aber nur zu erwarten, wenn der Goldpreis auch weiterhin kräftig zulegt. Diese Fonds gehören daher nur als Beimischung ins Depot (maximal 10 Prozent).

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