Wegen sittenwidriger vorsätzlicher Schä­digung hat das Landgericht Gera die Goj Immobilienhandel AG verurteilt, einem Anleger rund 20 000 Mark plus Zinsen zurückzuzahlen (Az. 1 HK O 159/01, nicht rechtskräftig).

Im vorliegenden Fall hatte eine Vermittlerin einen Langzeitarbeitslosen überredet, seine bestehende Rentenversicherung zu kündigen und den Rückkaufswert in eine riskante Beteiligung bei der Goj AG einzuzahlen. Der Mann habe mit der Anlage weder Steuerersparnisse realisieren noch eine risikolose Altersvorsorge aufbauen können, urteilten die Richter. Zudem gingen sie davon aus, dass die Goj AG und die Vertriebsfirma AVB GmbH die riskanten Beteiligungen in organisierter Form an Kleinsparer als Ersatz für deren Altersvorsorge vermittelten, erklärte der Erfurter Rechtsanwalt Ralph Boysen.

Finanztest hat wiederholt vor den zur Würzburger Euro-Gruppe gehörenden Firmen gewarnt.

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