Der Verbraucherschutzverein (VSV) in Berlin hat die Goj Immobilienhandel AG verklagt, weil sie unwahre Behauptungen über die Stiftung Warentest und ihre Zeitschrift Finanztest verbreitete. So behauptete die Gesellschaft gegenüber Anlegern, dass die Stiftung Warentest und Finanztest ohne Negativschlagzeilen keine dementsprechende Verkaufsauflage aufweisen könnte und "natürlich eigene Objekte auf dem Markt unter anderem Namen" anbiete und somit aus Eigeninteresse handele, wenn sie vor der Goj AG warne.

Bei diesen falschen Behauptungen handele es sich um einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, heißt es in der Klageschrift. Die von der Bundesrepublik Deutschland errichtete Stiftung bürgerlichen Rechts vertreibt satzungsgemäß keine eigenen Objekte, sondern klärt Verbraucher über Anlageprodukte auf. Mit den unwahren Behauptungen versuche die zur Würzburger Eurogruppe gehörende Goj AG, die warnende Berichterstattung vor ihren Beteiligungsangeboten zu entkräften, um Anleger weiter an sich zu binden.

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