Rund 93 000 Anleger der Göttinger Gruppe Finanzholding haben nicht nur einen Totalschaden erlitten, sondern müssen auch noch Steuernachforderungen fürchten. Die Finanzämter könnten Steuerersparnisse zurückfordern, erklärte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde auf der Gläubigerversammlung für die Göttinger Gruppe Finanzholding in Berlin.

In Verhandlungen mit dem Finanzamt Göttingen bemühe er sich, zusätzliche Schäden für Anleger zu mildern, sagte er. Dort müssten 250 000 Fälle bearbeitet werde.

Rattunde geht davon aus, dass die gesamten Anlagen der Göttinger Gruppe in Höhe von einer Milliarde Euro vollständig verloren sind. Mit dem Geld der Anleger seien die Lebensversicherung Gutingia, das Bankhaus Partin, der Berliner Fußballclub Tennis Borussia sowie Immobilien gekauft worden. Letzte Vermögenswerte wie die Gutingia und umfangreicher Immobilienbesitz seien wenige Monate vor der Insolvenz verkauft worden. Derzeit versuche er zu klären, an wen die Gelder verschoben wurden, erklärte Rattunde.

Für die Securenta-Anleger findet die Gläubigerversammlung erst am 26. September 2007 um 9 Uhr im Amtsgericht Göttingen statt.

[Update 21.09.2007] Das Amtsgericht Göttingen hat den Termin für die Gläubigerversammlung aufgehoben. Es will erst noch über eine Beschwerde gegen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens entscheiden.

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