Ein Finanzvermittler, der einem Ehepaar riskante Unternehmensbeteiligungen bei der zur Göttinger Gruppe ge­hörenden Securenta-AG aufgeschwatzt hat, muss Schadenersatz wegen Falschberatung zahlen. Seine Kunden hatten mit so genannten atypisch stillen Beteiligungen 6  900 Euro verloren (Landgericht Göttingen, Az. 2 O 14/04, nicht rechtskräftig).

Der Vermittler hatte dem Ehepaar erklärt, dass „bevor die Göttinger Gruppe Pleite geht, eher noch der deutsche Staat Pleite gehen könne“. Damit habe der Berater seine Kunden nicht auf das Risiko des vollständigen Verlustes hingewiesen“, sagt deren Anwältin Petra Brockmann von der Bremer Kanzlei Hahn, Reinermann & Partner.

Der Berater muss haften, weil die Anleger auf seine Erklärungen vertrauen durften, so das Gericht. Zudem muss die Göttinger Gruppe die außerordentliche fristlose Kündigung der Verträge akzeptieren, weil sie sich den Fehler des Beraters zurechnen lassen muss.

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