Die Göttinger Gruppe (GG) stellt den Vertrieb ihrer riskanten atypisch stillen Beteiligungen ein. Damit reagiert sie auf die seit Jahren von Verbraucherschützern und Medien ­ auch von Finanztest ­ geäußerte Kritik an diesen Produkten. Neben unseriösen Vertriebsmethoden ­ die riskanten Beteiligungen waren mit Begriffen wie Pensions-Sparplan "PSP" und "Securente" (sichere Rente) beworben worden ­ waren die Göttinger in den Verdacht geraten, das Geld der mehr als 80.000 Anleger nicht ordnungsgemäß angelegt zu haben.

Nachdem die Göttinger nun die umstrittenen Beteiligungen nicht mehr vertreiben, haben sie auch im Rechtsstreit mit dem Verbraucherschutzverein (VSV) in Berlin aufgegeben. Der VSV hatte die Securenta AG verklagt, weil sie Anleger mit dem Begriff "Securente" bewusst über die tatsächlichen Risiken der Beteiligungen täusche.

Offenbar um einem Urteil zuvorzukommen, gab die Securenta AG dann während der Gerichtsverhandlung die geforderte Unterlassungserklärung ab. Danach darf sie vom 1. Januar 2001 an nicht mehr mit der Bezeichnung "Securente" werben. Das geht aus einem Protokoll des Landgerichts Göttingen vom 16. November 2000 hervor.

Tipp: Anleger der GG sollten sich rechtlich beraten lassen. Wenn sie beweisen können, dass sie über wesentliche Fakten der Anlage (Sicherheit, Risiko, Laufzeit) falsch beraten wurden, können sie ihren Vermittler haftbar machen.

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