Erwin Zacharias, Ex-Chef der Göttinger Gruppe, ist im August 2002 in Berlin verhaftet worden. Ihm werde Steuerhinterziehung im privaten Bereich von mehr als einer Million Euro vorgeworfen, erklärte eine Sprecherin des Landgerichts Göttingen.

Zacharias hat zusammen mit dem langjährigen Vorstand der Göttinger Gruppe, Jürgen Rinnewitz, viel Geld mit einem von ihm initiierten dubiosen Beteiligungsmodell verdient. Die unter anderem als Pensions-Spar-Pläne und SecuRente verkauften Beteiligungen waren Tausenden Anlegern – darunter auch vielen Kleinanlegern – als Steuersparmodell sowie als Altersvorsorge vermittelt worden. Da es sich dabei aber um riskante Unternehmensbeteiligungen handelt, die mit einem Totalverlust enden können, hatte Finanztest immer wieder vor den Verträgen gewarnt.

Zweifel darüber, ob das Anlegergeld auch tatsächlich werthaltig angelegt wurde, verstärkten sich in den letzten Monaten. Es melden sich immer mehr Anleger, die bei Fälligkeit ihrer Verträ­ge kein Geld zurückerhalten.

Zum Bilanzverlust für 1999 von rund 100 Millionen Euro sollen für das Jahr 2000 weitere Millionenverluste bei der Securenta AG, der Kerngesellschaft der Göttinger Gruppe, hinzukommen. Eine deshalb einberufene außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre stand bei Redaktionsschluss noch bevor.

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