Göttinger Gruppe Meldung

Der Geschäftssitz der Securenta in Göttingen wurde verkauft.

Das von 200 000 Anlegern der Göttinger Gruppe in Pensionssparpläne und weitere als Altersvorsorge beworbene Beteiligungen eingezahlte Geld wurde „nahezu komplett verpulvert“. Von 900 Millionen Euro seien nur eine Million Euro übrig geblieben, erläuterte Insolvenzverwalter Peter Knöpfel auf der Gläubigerversammlung zur Pleite der Securenta AG Ende März. Die Firma gehört zur Göttinger Gruppe.

Zu der eine Million Euro kommen noch 37 Millionen Euro hinzu, die Knöpfel mit dem Verkauf von 17 Securenta-Immobilien erzielt hat. Anleger erhalten etwa 2 bis 3 Prozent ihres Geldes zurück.

Einige Anleger zahlen heute noch Geld an die Pleitefirma. So räumte Knöpfel auf Nachfrage der Kanzlei Göddecke in Siegburg ein, dass er nach wie vor von Ratensparern Geld einzieht. Diese Anleger sollten ihre Einzugsermächtigung sofort widerrufen und sich anwaltlich beraten lassen.

Eine Abwahl Knöpfels als Insolvenzverwalter scheiterte. Anlegeranwälte wollten Knöpfel absetzen, weil er atypisch stille Anleger als nachrangige Gläubiger behandeln will. Damit sinkt ihre Chance, wenigstens etwas Geld zurückzubekommen.

[Update: 13.06.2008]: Inzwischen wurde Knöpfel abgelöst. Neuer Insolvenzverwalter ist Professor Rolf Rattunde von der Berliner Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner. Er will sich verstärkt für die Gläubiger einsetzen (siehe Pressemitteilung der Kanzlei vom 13.06.2008, PDF-Datei).

  • Die Göttinger Gruppe steht seit 1994 auf der Warnliste.

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