Göttinger Gruppe Meldung

Neun Anleger der Göttinger Gruppe (GG), die als Pensionsparpläne, Securente und Ähnliches bezeichnete atypisch stille Beteiligungen bei dem Unternehmen abgeschlossen haben, erhalten einen Großteil ihres Geldes zurück. Außerdem muss die Göttinger Gruppe fast die gesamten Anwaltskosten der Anleger bezahlen. Das sieht ein Vergleich vor, den der Chemnitzer Rechtsanwalt Bernd J. Fuhrmann von der Anwaltskanzlei Gloeckner & Partner mit der GG abgeschlossen hat.

Die Anleger hatten ihr Geld zurückgefordert, nachdem sie erfahren hatten, dass es sich bei den zwischen zehn und vierzig Jahre laufenden Verträgen um riskante unternehmerische Beteiligungen handelt. Bei derartigen Beteiligungen sind Anleger nicht nur am Gewinn, sondern auch am Verlust des Unternehmens beteiligt.

Vor diesen Risiken seien sie vom Vermittler vor Vertragsabschluss nicht gewarnt worden. Vielmehr hätten die Vermittler die Verträge als absolut krisensichere Anlage hingestellt. Ein Anleger wurde sogar dazu bewegt, seinen Bausparvertrag und sein Sparbuch zu kündigen, um die frei werdenden Mittel in eine Einmalanlage und einen Sparplan zu stecken, erklärte Rechtsanwalt Fuhrmann. Obwohl seine Mandanten durchweg über die Risiken der atypisch stillen Beteiligungen nicht ordnungsgemäß aufgeklärt worden seien, habe sich die Göttinger Gruppe zunächst geweigert, die Anlegergelder zurückzuzahlen.

Erst nachdem das Landgericht Göttingen bei einem verhandelten Präzedenzfall klar gemacht habe, dass es der Klage des Anlegers stattgeben werde, habe sich das Unternehmen bereit erklärt, den betroffenen Anlegern einen Großteil ihres Geld zurückzuzahlen, erklärte Rechtsanwalt Fuhrmann.

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