Göttinger Gruppe Meldung

Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) in Bonn hat ein Moratorium über das Bankhaus Partin in Bad Mergentheim verhängt. Die Bank, bei der es sich um eine Tochter der wegen ihrer zweifelhaften atypisch stillen Beteiligungsverträge umstrittenen Göttinger Gruppe (GG) handelt, wurde geschlossen.

Zur Begründung für das Moratorium wird die schlechte wirtschaftliche Lage der Bank angeführt. Es sei ein "erheblicher, bisher ungedeckter" Wertberichtigungsbedarf in Höhe von knapp 30 Millionen Mark festgestellt worden, teilte das Aufsichtsamt mit. Die GG bestreitet das. Gerechtfertigt sei eine Wertberichtigung zwischen 8 und 10 Millionen Mark, erklärte der Vorstandsvorsitzende der GG, Jürgen Rinnewitz.

Mit der Schließung soll der Bank die Möglichkeit gegeben werden, Investoren zu finden und eine Sanierung einzuleiten, heißt es beim BAKred.

Für die rund 30.000 Kunden des Bankhauses bedeutet das Moratorium, dass sie bis auf weiteres nicht über ihr Vermögen oder ihre Einlagen verfügen können, teilte die Sprecherin des Aufsichtsamts, Sabine Lautenschläger, mit. Um ihre Einlagen müssten sich Kunden jedoch keine Sorgen machen, da das Bankhaus dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sei. Danach sind Einlagen bis zu einem Betrag von 10,6 Millionen Mark pro Kunde geschützt.

Nicht geschützt sind dagegen Inhaberschuldverschreibungen des Bankhauses Partin. Das Geld dieser Anleger wäre im Insolvenzfall verloren.

Tipp: Kunden der Partin-Bank, die dringend Geld benötigen, sollten sich an andere Geldinstitute wenden. Dazu sollten sie Kontounterlagen vorlegen, um ihre Guthaben bei der Partin-Bank nachweisen zu können.

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