Auf immer mehr Kosmetik­produkten stehen die Hinweise „glutenfrei“ oder „laktosefrei“. Die Methode ist bekannt aus der Lebens­mittel­industrie. Sie hat einen Namen: Clean Labelling bedeutet über­setzt so viel wie „sauber etikettieren“, poliert mitunter aber nur das Image. Zwar müssen Menschen, die keinen Milch­zucker, Laktose, oder kein Klebereiweiß etwa aus Weizen, Gluten, vertragen, diese Stoffe reduziert aufnehmen oder ganz vermeiden – aber nur im Essen. „Von Shampoo oder Duschgel, das nur äußerlich angewendet wird, geht für die Betroffenen kein Risiko aus“, sagt Bianca Maurer, Presse­sprecherin der Deutschen Zöliakie Gesell­schaft. Nur bei Kindern sei Vorsicht geboten: Sie könnten Bade­zusätze in geringer Menge mit dem Bade­wasser schlu­cken. Auch bei Zahnpasta sei ein Hinweis sinn­voll. „Sie kommt mit der Mund­schleimhaut in Kontakt und kann versehentlich geschluckt werden.“

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