Kurz vor Ende der Legislatur­periode hat der Bundes­tag die Ehe für alle beschlossen. Konkret heißt das, dass der Paragraf 1353 des Bürgerlichen Gesetz­buchs ergänzt wird. Künftig können auch gleich­geschlecht­liche Paare eine Ehe eingehen. Seit der Einführung der einge­tragenen Lebens­part­nerschaft im Jahr 2001 durften sie sich nur verpart­nern, nicht heiraten. Nach und nach wurden recht­liche Hürden abge­baut. So können einge­tragene Lebens­partner seit 2013 vom Ehegatten­splitting profitieren. Der Beschluss des Bundes­tags gilt als letzter Schritt zur völligen Gleich­stellung. Bereits Verpart­nerte können beim Standes­amt erklären, dass sie künftig Eheleute sein möchten. Die Gesetzes­änderung hat vor allem Auswirkungen auf Adoptionen. Bisher durfte nur ein Lebens­partner ein Kind adoptieren. Der andere durfte das adoptierte Kind seines Part­ners adoptieren. Künftig darf das Ehepaar gemein­sam ein Kind adoptieren.

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