Auch Scheiben aus Kunststoff gehören zur Verglasung. Gehen sie zu Bruch, muss die Teilkasko zahlen, so das Amts­gericht München. Einem Cabriofahrer war die Heck­scheibe gesprungen. Versichert waren „Bruch­schäden an der Verglasung“. Das sei im weiteren Sinne zu verstehen, meinte das Gericht.

Tatsäch­lich steht in vielen Versicherungs­bedingungen nur „Verglasung“. Folgt man dem Amts­gericht, umfasst das auch zum Beispiel Panoramadächer aus Kunststoff – jedenfalls so lange sie nicht deutlich im Klein­gedruckten ausgeschlossen sind. Einige Tarife tun das. „Scheinwerfer, Panoramadächer, Spiegel werden nicht ersetzt“, heißt es etwa bei AdmiralDirekt.

Der Münchner Kunde ging am Ende doch leer aus: Sein Cabrio war schon 14 Jahre alt. Aber Kunst­stoff­scheiben halten meist nur 10 bis 14 Jahre. Damit lag Verschleiß vor – und der ist nicht versichert (Az. 271 C 4878/14).

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