„Mit Zeitungs­papier dauert Fens­terputzen länger“

Daniel Baumann. Der 35-Jährige ist Gebäude­reiniger im hessischen Freige­richt – hier mit einem Einwascher.

Der Gebäude­reiniger Daniel Baumann machte mit 19 Jahren als jüngster in Hessen seinen Meister. Wir fragten ihn, wie er als Profi Glasflächen säubert.

Welche Geräte nutzen Sie zum Fens­terputzen?

Zuerst nehme ich ein Mikrofasertuch, feuchte es in Wasser und reinige den Fens­terrahmen. Dann benutze ich einen Einwascher. Das ist ein Wischer mit Textil­über­zug. Damit bringe ich das Reinigungs­mittel, eine Mischung aus Wasser und Spül­mittel, auf die Scheibe. Runter hole ich die Reinigungs­flüssig­keit mit einem Fenster-Wischer mit Gummi. Ganz wichtig: Im Gummi darf kein Riss sein. Sonst zieht der Schlieren. Schließ­lich entferne ich Flüssig­keit an den Scheibenrändern mit einem Fens­terleder.

Gibt es beim Reinigen von Glasflächen so etwas wie die richtige Putz­richtung?

Den Einwascher bewege ich von unten nach oben, den Fenster-Wischer von oben nach unten. Wichtig ist: Damit der Wischer an der Scheibe entlang­gleitet, dürfen Sie das Reinigungs­mittel nicht antrocknen lassen.

Was kostet die ganze Ausrüstung?

Für den Kauf von Mikrofasertuch, Einwascher, Fenster-Wischer und Fens­terleder müssen Sie 40 bis 50 Euro einplanen. Diese Investition lohnt sich, wenn man regel­mäßig größere Glasflächen wie einen Wintergarten reinigt. Für kleinere Flächen wie den Spiegel im Bad genügen eine Sprühflasche Glas­reiniger und ein Mikrofasertuch zum Polieren.

Gibt es eigentlich Schmutz, den Sie vorbehandeln?

Ja, Nikotin ist hartnä­ckig. Dagegen setze ich manchmal einen Extra-Grund­reiniger ein. Maler- oder Klebereste wie etwa trans­parentes Klebeband entferne ich mit einem Glashobel. Der hilft auch, um Fens­termal­farben für Kinder oder aufgesprühte Dekofiguren wie Osterhasen zu entfernen. Mit einem Glashobel geht so etwas schneller weg, als es einzeln mit dem Fingernagel abzu­pulen.

Was halten Sie vom Haus­mittel Zeitungs­papier?

Ich benutze es nicht. Mit Zeitungs­papier dauert das Putzen von Fens­tern oder anderen Glasflächen zu lange. Und entsorgen muss ich das Papier am Ende auch noch.

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