Glas­reiniger im Test

Selbst mischen lohnt kaum

Glas­reiniger im Test Testergebnisse für 20 Glas­rei­nigungs­mittel 04/2018

Inhalt

Ist ein fertig gekaufter Glas­reiniger besser als ein bewährtes Haus­mittel? Wir haben zum Vergleich eine typische Eigen­mischung mitgetestet, die man in eine alte Glas­reiniger-Flasche füllen kann. Zutaten: ein Liter destilliertes Wasser, ein halber Liter Brenn­spiritus und ein Schuss Hand­geschirr­spül­mittel. Das Ergebnis. Das Haus­mittel ist kein Geheimtipp. 13 der 19 Fertigprodukte reinigten Scheiben und Spiegel besser als die Eigen­mischung. Dessen Zutaten sind nicht billiger als die güns­tigsten guten Glas­reiniger. Zwar hat das Haus­mittel sehr gute Gesund­heits- und Umwelt­eigenschaften, aber die Fertigmischungen sind meist nur gering­fügig schlechter.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 24.03.2020 um 15:01 Uhr
Testwunsch

@Wertoga: Ihre Nachfrage geben wir gerne als Testanregung an unser Untersuchungsteam weiter. Vielen Dank dafür. (MK)

Wertoga am 24.03.2020 um 12:11 Uhr
Everdrop?

Gibt es Test, die Produkte wie Everdrop oder ähnlich mit kaum Verpackung testen? Es wäre interessant, ob sie mithalten können mit klassischen Reinigern.

Gelöschter Nutzer am 19.04.2018 um 13:58 Uhr
Ich verstehe es

Also ich fand diese Benotung auch zunächst komisch. Aber so weit hergeholt ist sie nicht. Beispiel: Man will Farb- und S/W-Laserdrucker zusammen testen und nicht getrennt (der Sinn sei mal dahingestellt). Dann bekommt ein S/W-Drucker, der alle Punkte meistert, ein Sehr Gut. Ein Farblaser wird zusätzlich auf seine Farbqualitäten getestet. Nur wenn er auch hier - zusätzlich - alle Punkte meistert, gibt es ein Sehr Gut. Die Alternative wäre, eigene Gruppen zu bilden. Bei Druckern wäre das natürlich sinnvoll. Bei Glasreinigern mit Zusatzauslobung wohl eher nicht. insofern kann ich das Vorgehen der SW hier gut nachvollziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 05.04.2018 um 09:58 Uhr
Bewertung der Zusatzeigenschaften

@mag.zirnig: Bei den genannten Zusatzeigenschaften bzw. speziellen Funktionen der Glasreiniger haben wir die ausgelobten werbewirksamen Angaben der Hersteller überprüft. Eine Bewertung dieser Eigenschaften bei anderen Produkten, die weder eine verringerte Schmutzanhaftung noch weniger Wasserflecken ausloben, ist nach unserer Einschätzung nicht begründet. Da aber in unserem vergleichenden Warentest alle Produkte das gleiche Prozedere durchlaufen, haben wir bei allen Glasreinigern die gleichen Tests durchgeführt und wollten es den Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht vorenthalten, falls ein Produkt beispielsweise eine Schmutzanhaftung in der Tat wirksam verringert und diese aber nicht explizit auslobt.
Ihr Vergleich zur Salmonellenbelastung ist fraglich, zumal Salmonellen kaum beabsichtigt zu Lebensmitteln hinzugefügt werden und ihre Abwesenheit schon gar nicht als werbe- und verkaufswirksame Information auf den Produkten angegeben wird, sondern eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Und selbstverständlich überprüfen und bewerten wir in unseren Lebensmitteltests die mikrobiologische Qualität der Produkte. Bei festgestellten Mängeln werden hier Abwertungen wirksam, die sich direkt auf das test-Qualitätsurteil auswirken. (spl)

mag.zirnig am 03.04.2018 um 01:37 Uhr
Seltsames Bewertungsschema

Die Bewertungskriterien beim Glasreinigertest treiben seltsame Blüten. Dass Eigenschaften wie verringerte Schmutzanhaftung / Wasserfleckenbildung zu "Zusatzeigenschaften" erklärt werden und z.B. Materialschonung nicht, ist schon einmal nicht plausibel. Völlig unverständlich wird es aber, wenn diese sog. Zusatzeigenschaften getestet aber nicht bewertet werden wie alle anderen. Mit der Bezeichnung "entfällt" in der Tabelle wird zunächst der falsche Eindruck erweckt, dass die Eigenschaft fehlt, dann aber - Warum übersichtlich, wenn es auch unübersichtlich geht? - werden sie in einer Fußnote doch als vorhanden angeführt, aber nicht genau benotet. Die absurde Begründung lautet, dass sie "der Hersteller nicht verspricht". Das ist ungefähr so wie wenn TEST Salmonellen in getesteten Lebensmitteln findet, aber als nicht vorhanden anführt, nur weil sie der betreffende Hersteller nicht versprochen hat. Materialschonung wird ja z.B. auch nicht explizit versprochen und trotzdem bewertet.