Online­konto wechseln in sechs Schritten

1. Wechsel­service nutzen

Suchen Sie mithilfe der Tabelle (Gratis-Girokonten ohne Wenn und Aber) und unseres Produktfinders Girokonto ein gutes Konto und eröffnen Sie es. Loggen Sie sich auf der Internetseite Ihrer neuen Bank in Ihr Konto ein. Wählen Sie, wenn vorhanden, den digitalen Wechsel­service. Manchmal ist der Button nicht leicht zu finden.

Achtung: Wenn die Bank keinen digitalen Wechsel­service anbietet, können Sie entweder die gesetzliche Kontenwechsel­hilfe in Anspruch nehmen oder den Wechsel allein durch­führen. Sie müssen dann aus den Konto­auszügen mindestens der letzten drei Monate Ihre Zahlungs­partner selbst heraus­suchen und informieren. Das hat zwar bei der gesetzlichen Kontenwechsel­hilfe geklappt, leider nicht immer recht­zeitig.

Bank­kunde eröffnet Konto mit Online­zugang bei neuer Bank B. Er wählt den Konto­wechsel­service auf der Internetseite von Bank B und loggt sich dort mit den alten Zugangs­daten von seiner bisherigen Bank A ein. Bank A über­mittelt dem Kunden eine Liste aller Buchungen der letzten Monate. Er muss entscheiden, welche Zahlungs­partner die neue Konto­verbindung erfahren sollen.

2. Buchungs­liste anfordern

Vom Konto­wechsel­service der neuen Bank aus loggen Sie sich mit den Zugangs­daten bei Ihrer alten Bank ein. Sie bekommen eine Über­sicht aller Buchungen der letzten Monate, sortiert nach Last­schriften, Dauer­aufträgen und Geld­eingängen.

Achtung: Manchmal zeigt die Über­sicht nicht das gesamte letzte Jahr. Dann müssen Sie Buchungen, die nur einmal im Jahr erfolgen, selbst aus den Konto­auszügen heraus­suchen.

Für die Über­mitt­lung an die Zahlungs­partner ist oft die Unter­schrift des Bank­kunden nötig: auf dem Smartphone mit seinem Finger oder mit der Maus am PC. Bank B erstellt Anschreiben an die Zahlungs­partner mit der Unter­schrift des Bank­kunden und verschickt diese.

3. Zahlungs­partner informieren

Sie können anhand der Liste einzeln auswählen, welche Zahlungs­partner Sie über die neue Konto­verbindung informieren wollen. Wenn Sie den ersten Zahlungs­partner auswählen, müssen Sie meist eine Unter­schrift generieren: entweder mit dem Finger auf dem Smartphone oder per Maus am PC. Die neue Bank verschickt dann die Briefe mit der neuen Konto­verbindung, versehen mit der digital erzeugten Unter­schrift – also etwa an den Arbeit­geber oder den Strom­versorger.

Achtung: Teil­weise fehlen in den Buchungs­listen noch Adressen der Zahlungs­partner. Dann müssen Sie diese ergänzen. Das geht am schnellsten, wenn Sie die Verträge der wichtigsten Zahlungs­partner paratlegen.

4. Buchungen selbst ändern

Dauer­aufträge müssen Sie bei der alten Bank selbst löschen und bei der neuen wieder einrichten. Sie müssen auch bei Zahlungs­part­nern wie Amazon oder Paypal selbst tätig werden. Dort haben Sie in Ihrem Account die Zahlungs­art hinterlegt. Die neue Bank weist Sie aber meist extra darauf hin.

Achtung: Es gibt Zahlungs­partner, die Sie nicht über den Konto­wechsel informieren müssen, weil sie nicht regel­mäßig von Ihrem Konto Geld abbuchen. Das sind zum Beispiel Lebens­mittel­märkte oder Bekleidungs­firmen, bei denen Sie im Geschäft mit Girocard und Unter­schrift bezahlt haben. Eine Mitteilung ist auch verzicht­bar, wenn Ihnen jemand nur einmal Geld über­wiesen hat.

5. Wechsel genau kontrollieren

Drucken Sie die Schreiben an die Zahlungs­partner oder die Über­sichts­liste aus, damit Sie kontrollieren können, wer Ihnen die neue Konto­verbindung bestätigt. Das tun allerdings nicht alle Zahlungs­partner. Wenn Sie sicher­gehen wollen, fragen Sie bei dem betreffenden Unternehmen nach, ob es die neue Konto­verbindung bekommen hat.

Achtung: Es kommt vor, dass Zahlungs­partner die von der Bank auto­matisch erstellten und mit der gescannten Unter­schrift versehenen Schreiben nicht akzeptieren. Sie müssen dann noch einmal schriftlich bestätigen, dass sich die Konto­verbindung geändert hat. Das kann zum Beispiel bei der Kfz-Steuer sein.

Der Bank­kunde wartet ab, bis alle Zahlungs­partner die neue Bank­verbindung bestätigt haben. Dann kann er sein Konto bei der alten Bank A löschen.

6. Altes Giro­konto kündigen

Lassen Sie das alte Konto noch zwei Monate mit etwas Guthaben bestehen. Setzen Sie Ihre alte Girocard nicht mehr ein. Wenn alle Zahlungs­partner informiert und alle Buchungen über­tragen sind, können Sie das alte Giro­konto form-, frist- und kostenlos kündigen und das Rest­guthaben auf das neue Konto über­tragen lassen. Sie müssen auch keinen Grund für die Kündigung nennen.

Achtung: Es kann sein, dass in der Über­gangs­zeit für das alte Konto Gebühren anfallen. Wenn es aufgrund des Gehalts­eingangs kostenlos war und das Gehalt bereits auf das neue Konto gezahlt wird, erfüllen Sie nicht mehr die Bedingungen.

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