Giro­konto, Tages­geld und Fonds­depot

Welt­weit klimafreundlich investieren

12.07.2019
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Im Mai 2019 ging die Hälfte des Geldes, das in ETF floss, in nach­haltige. Das ergab eine Studie des ETF-Anbieters Lyxor. Angesichts des geringen Markt­anteils grüner Geld­anlagen ist das viel. Noch sind aktiv gemanagte Fonds aber klimafreundlicher als ETF.

Zwei Empfehlungen für nach­haltige ETF

Finanztest empfiehlt nach­haltig interes­sierten Anlegern als Basis­anlage üblicher­weise zwei ETF, die welt­weit in Aktien investieren:

Beide ETF schließen Waffen von einem Investment aus, der ETF von UBS zudem Atom­kraft und Unternehmen, die Menschen- oder Arbeits­rechte verletzen. Hier sind seit Neuestem auch Firmen tabu, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit dem Abbau von Kohle oder dem Betrieb von Kohle­kraft­werken erzielen. Doch um als klimafreundlich zu gelten, reicht das aus unserer Sicht noch nicht: Die Umsatz­grenze bei Kohle ist zu hoch, die Förderung von Öl zudem nicht ausgeschlossen. Beim iShares-ETF stehen Anlagen in fossile Brenn­stoffe über­haupt nicht auf der Ausschluss­liste.

Alternativen für Anleger, die auf die Klima­bilanz schauen

Für Anleger, die Wert auf eine bessere Klima­bilanz legen und in ETF investieren wollen, gibt es eine Alternative:

Der Fonds bildet den MSCI World Low Carbon Lead­ers Index ab. Dessen Ziel ist es, die CO2-Emissionen im Vergleich zum MSCI World-Index mindestens zu halbieren. Trotzdem soll sich der Low Carbon möglichst ähnlich entwickeln. Branchen­ausschlüsse gibt es keine, im Index sind auch Ölkonzerne gelistet – allerdings im Vergleich zum MSCI World in geringerem Umfang.

Angebote – nach­haltig und klimafreundlich

Wollen Anleger Fonds, die gleich­zeitig nach­haltig und klimafreundlich sind, wählen sie besser aktiv gemanagte. Gut ist:

Der Fonds hat im Finanztest-Rating vier Punkte. Ausgeschlossen sind Anlagen in fossile Brenn­stoffe, Atom­kraft sowie in Unternehmen aus umstrittener Land­wirt­schaft oder die mit Zerstörung von Ökosystemen zu tun haben. Tabu sind zudem Rüstung, Korruption, Arbeits- und Menschen­rechts­verletzungen.

Klimafreundliche Fünf-Punkte-Fonds gibt es derzeit keine. Ein Klassiker findet sich unter den Drei-Punkte-Fonds:

Der Ökovision ist einer der strengsten Nach­haltig­keits­fonds über­haupt. Dass er nach Rendite-Risiko-Kriterien nur Durch­schnitt ist, liegt unter anderem an den hohen Kosten. 2018 waren das 3 Prozent, davon 2,32 Prozent­punkte an laufenden Kosten und 0,68 Prozent­punkte an erfolgs­abhängigen Gebühren. „Wir kaufen kein Research ein, sondern schauen uns alle Unternehmen selbst an“, sagt Alfred Platow von Ökoworld. „Wir sind kein Discounter, sondern ein Bioladen!“

12.07.2019
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