Wer seine ec-Karte nutzt, obwohl er weiß, dass der Kreditrahmen des dazu- gehörenden Kontos ausgereizt ist, riskiert seinen guten Ruf. Das Oberlandesgericht Frankfurt erklärte es ausdrücklich für rechtens, dass in solch einem Fall die Bank eine Meldung an die Schufa macht und so andere Banken, Versandhändler oder Telefonunternehmen von der unzulässigen Überziehung erfahren (Az. 16 U 92/02).

Solch ein Verhalten nennen Banken „Missbrauch eines Kontos durch den rechtmäßigen Kontoinhaber“ und geben es mit dem Kürzel „KM“ an die Schufa weiter, die die angeschlossenen Institutionen davon informiert.

Im Frankfurter Fall führte das nach Aussagen des Kunden zu Problemen mit anderen Banken, die seine Kundenkarte sperrten oder ihn als Neukunden ablehnten. Für das Gericht spielte das keine Rolle. Es habe festgestanden, dass der Kunde bereits öfter seinen Kreditrahmen überzogen hatte und nicht mit ­einer Aufstockung des Kreditrahmens rechnen durfte.

Tipp: Geschieht eine Überziehung aus Versehen, darf das Kreditinstitut dies nicht als Missbrauch melden. Im Zweifel hat die Bank die Beweislast.

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