Für sein Girokonto muss niemand Gebühren zahlen. Im aktuellen Test fand Finanztest immerhin 25 Angebote zum Nulltarif. Allerdings: Bei den meisten Banken ist das kostenlose Konto an bestimmte Bedingungen geknüpft, etwa die Kontoführung per Computer. Einzig bei den Sparda Banken Berlin und Hamburg erhalten Kunden das kostenlose Konto ohne zusätzliche Bedingungen. Finanztest nennt 25 Angebote für kostenlose Girokonten – mit und ohne zusätzliche Bedingungen –, sagt, worauf Kunden vor dem Wechsel achten sollten und wie sie Zusatzkosten vermeiden.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Girokonten

Mitglied werden

Die Sparda-Banken Berlin und Hamburg sind die einzigen, die das Girokonto zum Nulltarif ohne weitere Bedingungen anbieten. Zwar müssen Kunden in Hamburg durch den Kauf eines Genossenschaftsanteils zuvor Mitglied werden. Doch das ist kein wirklicher Nachteil. Im Gegenteil: Auf den Anteil im Wert von 52 Euro gibt es eine jährliche Dividende. Sie lag zuletzt bei 5,6 Prozent. Bei der Berliner Sparda-Bank müssen Kunden sogar nur Mitglied werden, wenn sie eine Maestro-Karte und einen Dispokredit wünschen.

Mindesteingang oder Online-Konto

Andere Banken verlangen für das kostenlose Girokonto häufig zusätzliche Bedingungen. Auch die Karten kosten meist extra. Die Allbank verlangt beispielsweise einen Mindesteingang von 1.000 Euro pro Monat, die Citibank sogar ein durchschnittliches Guthaben von 2.500 Euro im Monat. Und wer ein kostenloses Konto bei der Berliner Volksbank eröffnen will, muss die Kontoführung über PC oder Telefon abwickeln.

Teures Geldabheben

Wer Gebühren sparen will, sollte auch darauf achten, an wie vielen Automaten er kostenlos Bargeld abheben kann. Das geht für Kunden der Sparkasse an 22.000 Automaten und für Kunden der Volks- und Raiffeisenbank an 16.000 Automaten bundesweit. Viele private Banken haben sich zusammengeschlossen, damit ihre Kunden eine größere Anzahl an Geldautomaten kostenlos nutzen können. Zur Cashgroup gehören die Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, Postbank und Hypovereinsbank. Sie stellen zusammen immerhin noch 7.600 Automaten. Der Cashpool umfasst die Allbank, BW-Bank, CC-Bank, Citibank, Nationalbank, Schmidt Bank, SEB Bank, Sparda-Banken und Wüstenrot. Anzahl der Geldautomaten: 2.000. Nutzen Kunden Automaten außerhalb des Verbundes kann das bis zu fünf Euro pro Abhebung kosten. Viele Banken berechnen 1 Prozent der abgehobenen Summe - mindestens aber Gebühren zwischen 2 und 4,50 Euro.

Zinsen unwichtig

Was vor einiger Zeit noch ein wichtiges Auswahlkriterium war, ist nun eher Nebensache: Zinsen für das Girokonto. Zwar bieten noch einige Banken und Sparkassen Zinsen an, doch diese sind äußerst niedrig. Sie liegen derzeit zwischen 0,25 und 1,5 Prozent. Höhere Zinssätze gibt es meist erst ab Guthaben, die für ein Girokonto eher unüblich sind. Beispiel: Bei der OLB Direkt erhalten Kunden 3 Prozent Zinsen, wenn ihr Durchschnittsguthaben auf dem Girokonto mindestens 50.000 Euro beträgt.

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