Girokonto Test

Kostenlose Girokonten fürs Gehalt oder die Rente gibts ohne Einschränkungen nur bei Regionalbanken und bei der Netbank. Musterbeispiel: die PSD Bank Berlin-Brandenburg. Bei ihr ist wirklich alles kostenlos. Auch die Kreditkarte. Ohne Bedingungen. Kleine Einschränkung: Bei Ausstellung einer Kreditkarte ist stets eine Bonitätsprüfung erforderlich. Bei bundesweit tätigen Banken außer der Netbank ist das kostenlose Konto an weitere Bedingungen geknüpft. Typisches Beispiel: die Postbank. Bei ihr ist das Konto nur bei Zahlungseingängen von mindestens 1 250 Euro pro Monat kostenlos. Weiterer wichtiger Faktor: Kosten für die Versorgung mit Bargeld. Finanztest hat 114 Girokonten untersucht und sagt, wo Sie Ihr Geld am billigsten unterbringen.

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Genossenschaftsbanken vorn

Klarer Testsieger: die genossenschaftliche PSD Bank Berlin-Brandenburg. Alles ist kostenlos. Zu allem Überfluss zahlt die Bank auch noch mindestens 1,65 Prozent Zinsen fürs Guthaben, und glänzt bei Kontoüberziehung mit maßvollen Sollzinsen von 7,95 Prozent. Das ist Spitze. Einziger Haken an der Sache: Nur Berliner und Brandenburger bekommen das GiroDirekt-Konto. Ebenfalls bedingungslos kostenlos: die Konten bei den Sparda-Banken Berlin und Hamburg. Die Einschränkung hier: Möchtegern-Kunden müssen zunächst einen Genossenschaftsanteil für 52 Euro kaufen. Kostenlos, aber ausschließlich online oder per Telefon zu führen: die Konten bei Berliner Volksbank, Netbank und den Sparda-Banken West, München und Südwest, der Volksbank Braunschweig und der Südwestbank.

Bis zu 170 Euro Gebühren pro Jahr

Bei einer ganzen Reihe von Banken und Sparkassen gilt: Kostenlos gibts nur für ausgewählte Kunden. Häufig ist der Eingang von Gehaltszahlungen mit einer bestimmten Mindesthöhe Voraussetzung. Bekanntester Anbieter dieser Kategorie ist die Postbank. Das Konto ist ab einem Zahlungseingang von mindestens 1 250 Euro pro Monat kostenlos. Besonders hoch liegt die Hürde bei der Citibank. Bei ihr ist die Kontoführung nur bei einem Guthaben von durchschnittlich 2 500 Euro kostenlos. Fällt das Guthaben über drei Monate hinweg unter 2 500 Euro, wirds teuer. Der Finanztest-Musterkunde mit Online-Kontoführung müsste übers Jahr gerechnet Gebühren von 99,20 Euro zahlen. Filialkunden nach Finanztest-Muster zahlen sogar über 150 Euro. Noch etwas teurer ist nur die Bremer Landesbank. Bei ihr würde die gleiche Kontoführung zu Gebühren von 172,50 Euro führen.

Bargeld ohne Gebühren

Teuer kann auch die Versorgung mit Bargeld werden. Bei der Volkswagen Bank direct etwa stehen gerade mal 16 Automaten zur Verfügung, an denen es kostenlos Bargeld gibt. Mit Visakarte kommen pro Quartal sechs weitere kostenlose Abhebungen an beliebigen Geldautomaten in Deutschland hinzu. Wenn das nicht reicht, wirds teuer. Die genaue Höhe der Kosten hängt vom Betreiber des Geldautomaten ab. In der Regel sind ein Prozent der Bargeldsumme, mindestens aber vier Euro fällig. Ein Vorteil bei den Kontoführungsgebühren ist schnell verloren, wenn für jede Bargeldabhebung Gebühren zu zahlen sind.

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