Schuldner sind in Zukunft besser vor Pfändungen geschützt. Der Bundesrat hat die Einführung eines Pfändungsschutzkontos beschlossen, kurz P-Konto genannt. Beim P-Konto stellt die Bank sicher, dass der Pfändungsfreibetrag von 985,15 Euro pro Monat, der jedem Schuldner zusteht, vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt ist. Das Gesetz tritt voraussichtlich Mitte 2010 in Kraft.

Jeder Kunde kann künftig von seiner Bank oder Sparkasse verlangen, dass sein Girokonto als P-Konto geführt wird. Dann kann es nicht mehr wegen einer Pfändung blockiert oder von der Bank gekündigt werden.

Bislang kann jeder Gläubiger mit einem Gerichtsbeschluss das gesamte Kontoguthaben eines Schuldners pfänden lassen – einschließlich des Pfändungsfreibetrags von 985,15 Euro. Den Freibetrag muss der Schuldner erst in einem bürokratischen Verfahren vor Gericht geltend machen. Dabei vergeht häufig viel Zeit, sodass der Schuldner wochenlang ohne Geld auskommen muss und laufende Kosten wie Miete und Strom nicht mehr bezahlen kann.

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