Haben Ehepartner ein gemeinsames Konto, über das beide verfügen dürfen, haften beide für aufgelaufene Schulden. Das hat das Landgericht Coburg klargestellt (Az. 22 O 463/06).

Geklagt hatte eine Bank, die von einer Ehefrau den Ausgleich des Girokontos forderte. Es war mit rund 8 400 Euro im Soll. Die Frau verwies auf ihren Mann, von dem sie sich zwischenzeitlich getrennt hatte. Er hatte das Konto mit Mietzahlungen, Leasingkosten für das Familienauto und Ausgaben für einen Führerschein belastet. Solche Ausgaben seien nichts Besonderes, meinte das Gericht. Aus der Haftung seien Partner nur heraus, wenn der andere völlig ungewöhnliche Ausgaben gemacht habe, von denen sie nichts ahnen mussten.

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