Giro­konto Meldung

Ein Konto­wechsel lohnt sich, wenn Sie für ein Online­konto bisher mehr als 40 Euro im Jahr ausgeben und für ein Filial­konto mehr als 80 Euro. Noch kostet der Wechsel zu einer anderen Bank allerdings etwas Mühe. Mit der Check­liste der Stiftung Warentest gehen Sie sicher, dass Sie nichts vergessen. Sie hilft bei Auswahl des neuen Kontos und der Konto­eröff­nung und gibt wert­volle Hinweise, was Konto­besitzer nach dem Wechsel unbe­dingt erledigen sollten.

Schritt 1 – aktuellen Preis ermitteln

Ermitteln Sie, was Sie für Ihr Giro­konto derzeit tatsäch­lich bezahlen. Die Höhe der Konto­führungs­gebühren steht auf dem Konto­auszug bei der vierteljähr­lichen Abrechnung. Ein Konto­wechsel lohnt sich, wenn Sie für ein Online­konto bisher mehr als 40 Euro im Jahr ausgeben und für ein Filial­konto mehr als 80 Euro.

Schritt 2 – andere Modelle ergründen

Fragen Sie zuerst bei Ihrer Bank nach, ob es ein Konto­modell gibt, das güns­tiger ist. Die Nutzung von Konto­auszugs­druckern, Geld­automaten und Selbst­bedienungs­terminals kann ebenfalls zur Ersparnis beitragen. Wechseln Sie die Bank nicht nur wegen einer Prämie oder eines kurz­fristigen Vorteils, aber immer, wenn Sie mit der Bank dauer­haft unzufrieden sind.

Schritt 3 – den eigenen Bedarf erkennen

Werden Sie sich klar darüber, was Sie von der neuen Bank erwarten. Persönliche Beratung bekommen Sie in der Regel bei einer Filial­bank, Erreich­barkeit rund um die Uhr bieten meist die Direkt­banken. Achten Sie darauf, dass Sie jeder­zeit einfach und vor allem kostenlos an Bargeld kommen. Wenn Sie einen Dispokredit benötigen, erkundigen Sie sich vorher nach der Zins­höhe. Wirt­schaftlicher als der Dispo ist ein klassisches Darlehen. Die besten Angebote von Raten­krediten finden Sie im ständig aktualisierten Produktfinder Ratenkredite.

Schritt 4 – die Bedingungen checken

Wenn Sie sich für eine Bank entschieden haben, prüfen Sie vor dem Ausfüllen des Konto­eröff­nungs­antrags, ob das Giro­konto an Bedingungen geknüpft ist, wie eine Höhe des Geld­eingangs, Online-Konto­führung, Kauf eines Genossen­schafts­anteils oder Geld­anlage bei derselben Bank. Können Sie diese problemlos erfüllen? Wenn Sie sofort einen Dispokredit benötigen, fragen Sie bei der neuen Bank nach, wie schnell Sie diesen bekommen können. Halten Sie dafür Ihre letzten drei Gehalts­bescheinigungen bereit.

Schritt 5 – die Welt über Wechsel informieren

Ermitteln, welche Zahlungs­empfänger Sie vom Konto­wechsel informieren müssen. Das geht am besten, wenn Sie Konto­auszüge von mindestens drei Monaten durch­sehen. Am besten vom Anfang eines Jahres, da in diesem Zeitraum auch jähr­liche Zahlungen abgehen, zum Beispiel Versicherungs­beiträge. Am wichtigsten ist, den Konto­wechsel dem Arbeit­geber, Vermieter, Strom­versorger und dem Tele­kommunikations­anbieter mitzuteilen.

Schritt 6 – Geld aufs neue Konto schi­cken

Über­weisen Sie auf das neue Konto zur Sicherheit einen Geld­betrag. Sie vermeiden Ärger, falls noch kein Gehalt auf dem neuen Konto ist, aber schon Abbuchungen eingehen. Lassen Sie altes und neues Giro­konto eine Zeit lang – etwa drei Monate- parallel laufen. Damit vermeiden Sie Fahl­buchungen.

Schritt 7 – das alte Konto kündigen

Kündigen Sie Ihr altes Giro­konto mit einem formlosen Brief. Das Löschen eines Giro­kontos ist kostenlos und es gibt keine Kündigungs­frist. Die alte Bank über­weist Rest­guthaben auf das neue Konto, sofern Sie ihr die neue Konto­verbindung mitteilen.

In Zukunft wird der Wechsel noch einfacher

Künftig soll der Konto­wechsel sehr einfach sein. Das neue Zahlungs­kontengesetz verpflichtet die Banken, ab 18. September 2016 Verbrauchern beim Wechsel ihres Kontos zu unterstützen. Zukünftig kann der Konto­inhaber den Wechsel­prozess durch Ermächtigung (mit Hilfe eines Musterformulars) seines neuen Kredit­institutes einleiten. Nach Erhalt des Auftrages muss das neue Kredit­institut inner­halb von zwei Geschäfts­tagen das alte Institut auffordern, die in der Ermächtigung benannten Leistungen (z. B. Konto­schließung) zu erbringen. Darauf­hin hat das alte Kredit­institut fünf Geschäfts­tage, um nach Erhalt der Aufforderungen Listen und Informationen über einge­gangene Über­weisungen und Last­schriften in den letzten 13 Monaten an das neue Institut und den Konto­inhaber zu senden. Diese Informationen nutzt das neue Institut, um die Zahlungs­partner des Neukunden über die neue Bank­verbindung zu informieren. Im Zuge dieser Regelung bieten viele Banken bereits jetzt schon diese Konto­wechsel­hilfe an. Damit könnten einige der oben genannten Schritte für Sie entfallen und der Konto­wechsel geht noch einfacher und schneller.

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