Gewusst wie Special

Sie wollen umziehen? Bevor der Möbel­wagen anrollt, müssen Sie das alte Mietverhältnis so reibungslos wie möglich beenden.

Sie benötigen:

  • einen Kalender
  • ein Postamt oder einen Boten
  • einen Termin beim Mieterverein oder Anwalt
  • einen Zeugen.

Schritt 1

Für Ihre Kündigung gilt eine Dreimonatsfrist, auch wenn sich aus einem alten Vertrag eine längere Frist ergibt. Nur wenn der Vermieter eine längere Frist damals mit Ihnen individuell ausgehandelt hat, gilt sie – eine seltene Ausnahme. Ihr Kündigung muss bis zum dritten Werktag eines Monats beim Vermieter sein, dann endet Ihr Mietverhältnis mit dem Ende des übernächsten Monats: Geht Ihre Kündigung am Mittwoch, dem 3. Dezember 2008, ein, endet der Vertrag am 28. Februar 2009.

Schritt 2

Fassen Sie die Kündigung schriftlich ab. Stehen mehrere Mieter in Ihrem Vertrag, müssen alle unterschreiben, auch wenn sie bereits ausgezogen sind. Den Zugang der Kündigung müssen Sie beweisen können. Wohnt der Vermieter in der Nähe, sollten Sie Ihr Schreiben gegen Bestätigung übergeben oder in Anwesenheit eines Zeugen einwerfen. Per Post ist ein Einschreiben erste Wahl. Da es zurückkommt, wenn der Zusteller den Empfänger nicht antrifft und dieser es nicht bei der Post abholt, sollten Sie das Einwurf­einschreiben wählen, wenn es eilt.

Schritt 3

Zeigen Sie Ihren Vertrag einem Anwalt oder Mieterverein, bevor Sie renovieren. In vielen Vertragsvordrucken ist die Renovierungspflicht des Mieters viel zu strikt geregelt und deshalb ungültig. Wenn das bei Ihnen auch so ist, müssen Sie gar nicht malern. Eine Erstberatung beim Anwalt ist nicht so teuer. Fragen Sie gleich nach dem Preis und handeln Sie. Die Erstberatung darf maximal 190 Euro plus Mehrwertsteuer kosten.

Schritt 4

Bringen Sie zur Wohnungsübergabe einen Zeugen mit und verlangen Sie ein Protokoll. Das schützt Sie vor späteren Forderungen des Vermieters. Mit der Rückzahlung der Kaution kann sich der Vermieter meist bis zu einem halben Jahr Zeit lassen. Sie dürfen nicht einfach die letzten Mietzahlungen einbehalten, um die Kaution „abzuwohnen“. Sonst riskieren Sie eine Klage, deren Kosten Sie tragen.

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