Gewusst wie Testament hinterlegen

Gewusst wie - Testament hinterlegen
Hand­schriftlich. Ein privates Testament muss voll­ständig von Hand geschrieben sein. © Martin Burgdorff

Wer ein Testament schreibt, möchte, dass es im Todes­fall gefunden wird. Sicher ist es beim Nach­lass­gericht. Wir sagen, wie Sie das Dokument dort hinterlegen können.

Sie benötigen:

  • Ihr Testament
  • Ihren Personal­ausweis
  • Ihre Geburts­urkunde
  • Adresse des zuständigen Amts­gerichts
  • 93 Euro

Schritt 1

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Testament komplett hand­schriftlich verfasst haben und es ein Datum und Ihre Unter­schrift enthält. Das Nach­lass­gericht verwahrt es nur und prüft nicht, ob es im Todes­fall rechts­gültig ist. Wichtig ist, dass Sie nicht nur die Namen der Erben nennen, sondern auch deren Geburts­datum und derzeitige Anschrift.

Schritt 2

Ermitteln Sie, welches Amts­gericht für Ihren Wohn­ort zuständig ist. Denn dort ist das Nach­lass­gericht angesiedelt. Sind Sie unsicher, welches Amts­gericht für Sie zuständig ist, hilft Ihnen eine Suche im Internet (gerichtsstand.net).

Schritt 3

Sie müssen beim Amts­gericht einen Antrag auf Hinterlegung stellen. Das Antrags­formular gibt es oft auf der Internetseite des Gerichts. Sie können den Antrag aber auch im Gericht ausfüllen.

Schritt 4

Rufen Sie beim Amts­gericht an und fragen Sie, ob Sie einen Termin benötigen. Nehmen Sie zum Termin nicht nur Ihr Testament, sondern auch Ihren Personal­ausweis und Ihre Geburts­urkunde mit. Die Kosten sind unabhängig vom Vermögen des Testierenden. Die Aufbewahrung kostet einmalig 75 Euro. Sie erhalten vom Gericht einen Hinterlegungs­schein für Ihr Testament. Außerdem wird das hinterlegte Schrift­stück im Zentralen Testaments­register der Bundes­notarkammer erfasst. Dies kostet weitere 18 Euro.

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