Ausgestellt wird die Ster­beurkunde stets vom Standes­amt – und zwar da, wo der Mensch gestorben ist.

Die Ster­beurkunde ist ein amtliches Dokument, das den Tod einer Person bescheinigt. Die Urkunde ist in Deutsch­land Pflicht und das wichtigste Dokument für sämtliche Formalitäten nach einem Todes­fall. Hier erklären wir, wer für die Ausstellung der Ster­beurkunde zuständig ist, wer sie beantragen darf – und wo das Dokument vorgelegt werden muss.

Beim Standes­amt beantragen

Zuständig für das Ausstellen ist das Standes­amt der Stadt, der Orts­gemeinde oder des Bezirks, in dem der Mensch verstorben ist. Angehörige des Verstorbenen benötigen mehrere Ausfertigungen der Urkunde, zum Beispiel für die Beerdigung, die Krankenkasse, für gesetzliche Renten­versicherung, Bank, Finanz­amt, Auszahlung aus einer Lebens­versicherung und für das Beantragen eines Erbscheins beim Nach­lass­gericht. Eine Kopie der Ster­beurkunde reicht in der Regel für die Kündigung von Hausrat- und Auto­versicherung, Handy- und Strom­vertrag und Mitgliedschaften in Vereinen.

Tipp: Ist ein naher Angehöriger von Ihnen gestorben, müssen Sie an Vieles denken. Praktische Unterstüt­zung bietet Schnelle Hilfe im Trauerfall, unser Ratgeber für Hinterbliebene.

Sie benötigen:

  • Die Anschrift des Standes­amtes am Ort des Todes­falles

Achtung. Ist ein Bestatter beauftragt, bietet er meist das Beantragen der Ster­beurkunde als Dienst­leistung an, ebenso das Abmelden des Verstorbenen bei Krankenkasse und anderen Versicherungs­trägern. Angehörige müssen dann nicht selbst aktiv werden. Tun sie es doch, gehen sie wie folgt vor:

Schritt 1

Klären Sie, ob Sie die Ster­beurkunde beantragen dürfen. Antrags­berechtigt sind der letzte Ehepartner sowie Menschen, die mit der verstorbenen Person in gerader Linie verwandt waren, also Eltern, Kinder, Geschwister, Groß­eltern, Enkel. Außerdem jede Person, die ein recht­liches Interesse nach­weisen kann, etwa durch ein Schreiben des Nach­lass­gerichts.

Schritt 2

Melden Sie den Sterbefall inner­halb von drei Werk­tagen nach Eintritt des Todes beim Standes­amt. In der Regel müssen Sie folgende Dokumente im Original mitbringen: ärzt­liche Todes­bescheinigung sowie Geburts­urkunde und Personal­ausweis des Verstorbenen. War die verstorbene Person verheiratet, geschieden oder verwitwet, sind zusätzlich Heirats- oder Lebens­part­nerschafts­urkunde, rechts­kräftiges Scheidungs­urteil oder Ster­beurkunde des Ehepart­ners nötig. Hinterlässt die verstorbene Person minderjäh­rige Kinder, zusätzlich die Geburts­urkunde der Kinder.

Schritt 3

Die Kosten für eine Ster­beurkunde liegen bei etwa 12 Euro für die erste und etwa 6 Euro für jede weitere Ausfertigung.

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