Gewusst wie Special

Onlinehändler gestatten Ihnen nie den Kauf auf Rechnung? Der Handy­vertrag wurde abge­lehnt ? Den Raten­kredit gibt es nur zu lausigen Konditionen? Das kann daran liegen, dass Auskunfteien falsche oder veraltete Daten über Ihr Zahlungs­verhalten gespeichert und weiterge­geben haben. Die Auskunfteien heißen Bürgel, Credit­reform oder Infoscore. Am bedeutendsten ist die Schufa. Zumindest bei ihr sollten Sie schauen, ob alles korrekt ist.

Sie benötigen:

  • Bestell­formular für die „Daten­über­sicht nach § 34 BDSG“
  • Ausweiskopie
  • Porto

Schritt 1

Einmal im Jahr müssen Auskunfteien kostenlos über gespeicherte Daten informieren. Was gespeichert ist, erfahren Sie, wenn Sie eine „Daten­über­sicht nach § 34 BDSG“ bestellen. Wichtig: Fordern Sie keine „Bonitäts­auskunft“ an, die auf der Internetseite der Schufa an erster Stelle steht. Sie kostet 24,95 Euro und enthält auch nicht mehr Daten. Das richtige Formular finden Sie unter www.meineschufa.de/index.php?site=11_3_1. Schi­cken Sie das Bestell­formular mit einer Kopie Ihres Ausweises an die Schufa Holding AG, Post­fach 61 04 10, 10 92 7 Berlin. [Update 29.01.2014]: Achtung: Ignorieren Sie auf dem Bestell­formular unten das Käst­chen „Alternativ: Bestellung Bonitäts­auskunft“ und geben Sie auf der zweiten Seite auch nicht die Bank­verbindung ein. [Update Ende].

Schritt 2

Die Auskunft kommt mit der Post. Prüfen Sie, ob sie korrekt ist und keine wichtigen Daten fehlen, zum Beispiel Hinweise auf kürzlich abge­zahlte Kredite. Sind unbe­rechtigte Forderungen gegen Sie einge­tragen? Das müssen Sie nicht dulden. Ausnahme: Eine unbe­rechtigte Forderung wurde rechts­kräftig fest­gestellt, weil Sie gericht­lichen Bescheiden nicht wider­sprochen haben. Oder: Man hat Sie zweimal gemahnt, der Fordernde hat Ihnen zwischen erster Mahnung und Schufa-Meldung vier Wochen Zeit gelassen und Sie haben der Forderung nie wider­sprochen. Dann ist der Schufa-Eintrag rechtens, auch wenn Sie niemandem Geld schulden.

Schritt 3

Beschweren Sie sich bei der Schufa, wenn etwas falsch ist. Legen Sie Kopien von Unterlagen bei, die Fehler in den Schufa-Daten beweisen. Strittige Daten muss die Schufa bis zur Klärung sperren. Hilft das nicht, können Sie sich beim Schufa-Ombuds­mann beschweren (www.schufa-verbraucherbeirat.de). Schließ­lich können Sie sich auch an den Daten­schutz­beauftragten Ihres Bundes­landes wenden.

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