Gewusst wie Special

Die deutschen Arbeitnehmer meldeten sich im Jahr 2015 durch­schnitt­lich zehn Tage krank. Kranke sollten zu Hause bleiben, um sich auszukurieren und Kollegen nicht anzu­stecken. Wer sich aber nicht an die Regeln hält, kann abge­mahnt werden. So klappt das Krankmelden.

Sie benötigen:

  • Gegebenenfalls Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung vom Arzt

Schritt 1

Gewusst wie Special

Liegen Sie etwa mit Grippe flach, melden Sie sich so früh wie möglich ab. Bestenfalls noch vor Beginn der Arbeits­zeit und einem Arzt­besuch. Kontaktieren Sie die richtige Stelle, in der Regel ist das die Personal­abteilung oder der Chef. Das geht per E-Mail, besser aber telefo­nisch. So können Sie sicher sein, dass Ihr Chef die Krankmeldung bekommt. Ohne ärzt­liches Attest dürfen Sie drei Tage zu Hause bleiben.

Schritt 2

Sind Sie länger als drei Kalendertage krank, brauchen Sie eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung vom Arzt. Der stellt das Attest in dreifacher Ausfertigung aus: je ein Exemplar für Sie, die gesetzliche Krankenkasse und den Arbeit­geber. Auf allen ist die voraus­sicht­liche Dauer der Arbeits­unfähigkeit vermerkt, der medizi­nische Befund jedoch nur auf den Ausfertigungen für Sie und die Krankenkasse.

Schritt 3

Die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung muss am vierten Arbeits­tag, an dem Sie krank sind, beim Arbeit­geber vorliegen. Sie können sie nicht erst nach Ihrer Genesung mitbringen. Arbeiten Sie etwa regulär von Montag bis Freitag und erkranken an einem Donners­tag, müssen Sie spätestens am darauf­folgenden Montag, dem nächsten regulären Arbeits­tag, zum Arzt. Noch am selben Tag muss die Bescheinigung beim Arbeit­geber vorliegen. Am besten schi­cken Sie sie per E-Mail, etwa als Handyfoto, um die Frist einzuhalten. Ihr Arbeit­geber zahlt Ihnen im Krank­heits­fall Ihren Lohn grund­sätzlich bis zu sechs Wochen weiter.

Schritt 4

Das Exemplar für die Krankenkasse muss dort inner­halb einer Woche vorliegen. Manchmal über­mittelt der Arzt für Sie den entsprechenden Durch­schlag direkt. Sind Sie lang­fristig krank, zahlt nach der Lohn­fortzahlung durch den Arbeit­geber die Krankenkasse Ihnen Ihr Krankengeld.

Wichtig: Ihr Arbeit­geber darf eine ärzt­liche Bescheinigung auch schon früher anfordern, beispiels­weise ab dem ersten Krank­heits­tag.

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