Gewusst wie Special

Nur wer ein voll­ständiges Versicherungs­konto hat, schöpft seinen gesetzlichen Renten­anspruch voll aus. Versicherte können Lücken mit einer Kontenklärung schließen – am besten nicht erst kurz vor der Rente.

Sie benötigen:

  • Versicherungs­verlauf
  • Antrag auf Kontenklärung
  • Stift und/oder Internet­zugang

Schritt 1

Als Mitglied der gesetzlichen Renten­versicherung bekommen Sie von Ihrem Renten­versicherungs­träger auto­matisch einen Versicherungs­verlauf zuge­schickt, wenn Sie mindestens 43 Jahre alt sind. Sie können ihn aber auch jeder­zeit beim Renten­versicherer anfordern. Prüfen Sie, ob dort alle Versicherungs­zeiten erfasst sind oder ob es Lücken gibt. Achten Sie dabei besonders auf Schul­zeiten ab dem 17. Lebens­jahr, die voll­ständige Erfassung Ihrer Berufs­ausbildung, auf Zeiten der Kinder­erziehung, Arbeits­losig­keit und längerer Krankheit mit Bezug von Krankengeld. All dies zählt für die Rente.

Schritt 2

Wenn Sie Lücken in Ihrem Versicherungs­verlauf erkennen oder unsicher sind, ob dort alle relevanten Zeiten erfasst sind, stellen Sie bei Ihrem Renten­versicherungs­träger einen Antrag auf Kontenklärung. Das Formular dafür können Sie dort anfordern – entweder schriftlich oder unter der kostenlosen Telefon­nummer 0 800/10 00 48 00. Sie können den Antrag auch im Internet herunter­laden oder gleich online ausfüllen unter www.deutsche-rentenversicherung.de (Such­begriff „Kontenklärung“). Es gibt den Antrag in zwei Versionen: Für bis einschließ­lich 1978 Geborene trägt er die Nummer V100, für ab 1979 Geborene die Nummer V101.

Schritt 3

Schi­cken Sie den Antrag an Ihren zuständigen Renten­versicherungs­träger. Fügen Sie beglaubigte Kopien der geforderten Nach­weise über die Versicherungs­zeiten bei, zum Beispiel Schul­zeugnis, Geburts­urkunde Ihres Kindes, Ausbildungs­zeugnis. Wenn Sie den Antrag direkt in einer Rentenberatungs­stelle abgeben, brauchen Sie dort nur die Originaldokumente vorzulegen. Wenn Sie keine Nach­weise mehr haben, stellen Sie trotzdem einen Antrag auf Kontenklärung. Der Renten­versicherer forscht dann von sich aus nach, etwa bei Ihrer ehemaligen Universität. Er ist gesetzlich verpflichtet zu helfen, dass Sie Ihren Renten­anspruch voll ausschöpfen können.

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