Gewusst wie Special

Sind Sie Mieter und wollen Ihre Wohn­kosten reduzieren? Dann können Sie Räume unter­vermieten. In aller Regel brauchen Sie dafür die Erlaubnis des Vermieters. test.de erklärt, wie Sie vorgehen müssen.

Sie benötigen

  • Erlaubnis­anfrage per Einschreiben
  • Daten des Untermieters
  • Nach­voll­zieh­baren Grund für Unter­vermietung

Schritt 1

Wer zieht ein? Soll zum Beispiel ein Ehegatte, ein einge­tragener Lebens­partner oder ein Stiefkind bei Ihnen wohnen, benötigen Sie keine Erlaubnis. Teilen Sie dem Vermieter aber mit, wer einzieht. Für den Einzug eines nicht­ehelichen Part­ners oder einer fremden Person brauchen Sie eine Erlaubnis.

Schritt 2

Schi­cken Sie dem Vermieter ein Einschreiben, in dem Sie ihn bitten, die Erlaubnis schriftlich zu erteilen, und setzen Sie ihm dafür eine Frist von etwa zwei Wochen. Die Frist ist wichtig, wenn Sie die Unter­vermietung später gericht­lich durch­setzen wollen. Nennen Sie den Namen, das Geburts­datum und die Anschrift des Untermieters. Erklären Sie, warum Sie unter­vermieten wollen.

Schritt 3

Den Einzug eines nicht­ehelichen Lebens­part­ners muss der Vermieter in aller Regel erlauben. Wollen Sie selbst ausziehen und die gesamte Wohnung dauer­haft unter­vermieten, kann der Vermieter die Erlaubnis verweigern. Beabsichtigen Sie, nur einzelne Räume an Fremde zu vermieten, muss der Vermieter die Erlaubnis erteilen, wenn Sie ein „berechtigtes Interesse“ an der Unter­vermietung haben. Dieses Interesse muss nach Abschluss des Miet­vertrages entstanden sein. Vor allem finanzielle Motive zählen. Wird Ihnen zum Beispiel die Wohnung nach einer Trennung zu teuer, muss der Vermieter die Unter­vermietung erlauben. Nach Ansicht vieler Gerichte muss er auch zustimmen, wenn Sie beruflich ins Ausland müssen und die gesamte Wohnung für eine begrenzte Zeit möbliert unter­vermieten wollen.

Schritt 4

Sagt Ihr Vermieter nein, obwohl Sie ein berechtigtes Interesse haben, können Sie die Erlaubnis einklagen. Der Vermieter wäre aber etwa dann im Recht, wenn der Untermieter für ihn unzu­mutbar ist, weil er zum Beispiel früher als Besucher den Haus­frieden gestört hat. Den Untermieter ohne Erlaubnis einziehen zu lassen, ist nicht ratsam. Das könnte zu Ärger und einer Kündigung führen.

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