Gewusst wie Special

Sie haben einen Haupt­job und einen Neben­job? Kein Problem, aber Sie sollten das Ihrem Haupt­arbeit­geber nicht verheimlichen. Denn wenn er doch davon erfährt, kann Sie das im schlimmsten Fall Ihren Haupt­job kosten. Die Experten von Finanztest erklären, wie man seinen Neben­job „legalisieren“.

Sie benötigen:

  • Ihren Arbeits­vertrag
  • Den für Sie geltenden Tarif­vertrag

Schritt 1

Schauen Sie in Ihren Arbeits­vertrag. Häufig steht dort, ob Sie eine Neben­beschäftigung beim Haupt­arbeit­geber anzeigen müssen und ob der Neben­job sogar vom Chef genehmigt werden muss. Finden Sie dort keine einschränkenden Vorschriften zum Neben­job, ist das schon mal gut. Sie sollten aber auch einen Blick in den für Sie geltenden Tarif­vertrag werfen. Wenn es in Ihrer Firma einen Betriebsrat gibt, können Sie auch dort um Informationen bitten.

Schritt 2

Steht im Arbeits- oder Tarif­vertrag, dass Sie den Neben­job melden müssen, tun Sie dies schriftlich. Ein besonderes Formular brauchen Sie nicht. Als Beamter oder Beschäftigter im öffent­lichen Dienst sind Sie in aller Regel zur Meldung verpflichtet. Sie finden bei Ihrer Personal­stelle oft Vordrucke, um den Neben­job dem Dienst­herrn anzu­zeigen.

Schritt 3

Lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn der Arbeit­geber nicht nur die Anzeige des Neben­jobs einfordert, sondern sich sogar die „Genehmigung“ der Neben­beschäftigung vorbehält. Was Sie in Ihrer Frei­zeit tun, ist grund­sätzlich Ihre Sache. Solange Ihr Neben­job keinerlei Auswirkungen auf Ihre Haupt­arbeit hat, muss der Arbeit­geber den Neben­job genehmigen. Das könnten Sie im Streitfall sogar gericht­lich durch­setzen. Klauseln im Arbeits­vertrag, wonach jeder Zweitjob verboten ist, sind unwirk­sam. Sie müssen sich nicht daran halten.

Schritt 4

Finden Sie keine Regeln im Arbeits- oder Tarif­vertrag, dürfen Sie einer Neben­beschäftigung nachgehen, ohne vorher Ihren Chef zu fragen. Es gibt aber Grenzen für jeden Neben­job: Sie dürfen nicht so viel nebenher arbeiten, dass Sie über­nächtigt zum Haupt­job kommen, und Sie dürfen nicht für die Konkurrenz arbeiten. Sind Sie für Ihren Haupt­beruf krank­geschrieben, dürfen Sie auch nicht im Zweitjob arbeiten. Tun Sie es doch und es kommt raus, können Sie abge­mahnt werden und riskieren sogar die Kündigung.

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Gewusst wie Special

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