Gewusst wie Special

Sie haben im Jahr 2011 oder später einen Kredit aufgenommen und mussten eine Bearbeitungs­gebühr zahlen? Die können Sie samt Zinsen zurück­fordern. Der Bundes­gerichts­hof hat entschieden, dass solche Gebühren rechts­widrig sind. Banken müssen sie erstatten. Details finden Sie im Special Kreditbearbeitungsgebühren.

Sie benötigen:

Schritt 1

Schauen Sie in Ihren Unterlagen nach, wie viel Kredit­bearbeitungs­gebühr Sie gezahlt haben und unter welcher Vertrags­nummer Ihre Bank oder Sparkasse den Vertrag führt.

Schritt 2

Tragen Sie Ihre Daten in den bei test.de herunter­geladenen Muster­brief ein. Drucken Sie den fertigen Brief aus und unter­schreiben Sie ihn. Adressieren Sie ihn an die in den Vertrags­unterlagen genannte Geschäfts­stelle der Bank.

Schritt 3

Verschi­cken Sie den Brief als Einschreiben mit Rück­schein. Den Rück­schein bekommen Sie mit der Unter­schrift des Empfangs­bevoll­mächtigten der Bank zurück. Bewahren Sie ihn gut auf.

Schritt 4

Warten Sie ab dem Datum, an dem die Post den Empfang des Schreibens bestätigt hat, drei Wochen ab.

Schritt 5

Gewusst wie Special

Ihre Bank oder Sparkasse erstattet die Gebühren nicht recht­zeitig: Schalten Sie dann den für Ihr Institut zuständigen Ombuds­mann, einen in solchen Fällen erfahrenen Rechts­anwalt oder – wenn für Ihre Bank verfügbar – einen Verbraucherinkasso­dienst wie die Metaclaims Sammelklagen Finanzierungs­gesell­schaft (www.sammelklage.org) ein. Frühestens am Jahres­ende verjährt Ihre Erstattungs­forderung. Sie können daher auch noch etwas abwarten, wenn Ihre Bank Sie um Geduld bittet.

Tipp: Auch für vor 2011 aufgenom­mene Darlehen haben Sie noch eine Chance auf Erstattung von Kredit­bearbeitungs­gebühren. Der Bundes­gerichts­hof entscheidet im Oktober darüber, ob wegen der lange umstrittenen komplizierten Rechts­fragen längere Verjährungs­fristen gelten. Gehen Sie am besten wie oben beschrieben vor. Bleibt das erfolg­los, schalten Sie den Ombuds­mann ein.

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