Gewusst wie Special

Ob Sie sich auf eine Stelle als Staats­anwalt oder für ein Praktikum in einem Kinder­garten bewerben – viele Arbeit­geber verlangen ein privates Führungs­zeugnis. Es bescheinigt, dass Sie nicht vorbestraft sind. Daneben gibt es spezielle Zeug­nisse, wenn Sie aus dem Ausland kommen oder ein Gewerbe anmelden. Das müssen Sie beim Beantragen beachten:

Sie benötigen:

  • Personal­ausweis oder Reisepass
  • Bei Online­antrag: Frei­geschaltete Online-Ausweis­funk­tion, Kartenlesegerät
  • 13 Euro oder 17 Euro

Schritt 1

Klären Sie zunächst, welche Art von Zeugnis Sie brauchen.

  • Privates Führungs­zeugnis. Zur Vorlage beim Arbeit­geber genügt meist die einfache Variante. Wenn Sie beruflich oder ehren­amtlich mit Kindern und Jugend­lichen arbeiten, brauchen Sie ein erweitertes Führungs­zeugnis. Es gibt Auskunft über etwaige Sexualdelikte oder Straftaten gegen­über Minderjäh­rigen. Beim Antrag müssen Sie eine schriftliche Aufforderung des Arbeit­gebers dafür vorlegen. Kosten: 13 Euro.
  • Europäisches Führungs­zeugnis. Das kann ein Arbeit­geber verlangen, wenn Sie aus einem anderen EU-Mitglieds­land stammen. Es gibt auch Auskunft über das Straf­register Ihres Herkunfts­landes. Kosten: 17 Euro.
  • Behördliches Führungs­zeugnis. Nötig, um ein Gewerbe anzu­melden. Es enthält Entscheidungen von Behörden über Sie, wie den Widerruf einer Gewer­beerlaubnis oder eines Waffen­scheins. Das Zeugnis wird direkt an die Behörde geschickt, die es ange­fordert hat. Sie können es dort einsehen. Kosten: 13 Euro.

Schritt 2

Sie können ein Führungs­zeugnis auf drei Wegen beantragen. Meist wird es nach ein bis zwei Wochen zuge­schickt.

  • Persönlich. Sie gehen mit einem Ausweis­papier zu Ihrer Meldebehörde. Sie zahlen dort.
  • Per Brief oder Fax. Sie richten einen formlosen Antrag an das Einwohnermeldeamt mit einer Kopie Ihres Ausweisdokuments. Die Unter­schrift auf dem Schreiben muss amtlich oder öffent­lich beglaubigt sein. Sie bezahlen online vorab.
  • Online. Möglich ist der Online­antrag auf der Internetseite des Bundesamts für Justiz. Die Online-Ausweis­funk­tion Ihres Personal­ausweises muss frei­geschaltet sein und Sie benötigen ein Kartenlesegerät zum Auslesen des Ausweises. Sie bezahlen online vorab.

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