Über 300 000 Fahr­räder haben Diebe im Jahr 2017 in Deutsch­land gestohlen, so die polizei­liche Kriminal­statistik – im Schnitt 35 pro Stunde. Nur 9,1 Prozent der Diebstähle wurden aufgeklärt. Wer sich schützen möchte, kann sein Rad bei der Polizei meist kostenlos registrieren und codieren lassen. Es erhält dann eine indivi­dualisierte Nummer – ähnlich wie ein Auto­kenn­zeichen. Damit hat das Rad laut Polizei einen geringeren Weiterverkaufs­wert, der Anreiz für Diebe sinkt. So gehts.

Sie benötigen:

  • Personal­ausweis oder Reisepass
  • Zu registrierendes Fahr­rad
  • Quittung, Rechnung oder Kauf­beleg als Eigentums­nach­weis
  • Je nach Polizei­dienst­stelle ausgefüllte Formulare zur Registrierung

Schritt 1

Die Polizei veröffent­licht auf ihren Webseiten, wann und wo Sie Ihr Fahr­rad registrieren und codieren lassen können. Sehen Sie auf den Seiten nah gelegener Polizei­dienst­stellen nach: Je nach Dienst­stelle gibt es die Formulare als Download, die Sie vor der Registrierung ausfüllen müssen. In manchen Städten können Sie Ihr Rad auch vorab online registrieren lassen. Das heißt: Die Polizei ordnet das Rad bereits vor dem Termin seinem Besitzer zu.

Schritt 2

Bringen Sie zu dem Termin in der Dienst­stelle Ihr Fahr­rad und Ihren Personal­ausweis oder Reisepass mit – und wenn nötig das ausgefüllte Formular. Noch nicht registrierte Fahr­räder erfassen die Beamten zunächst. Anschließend codieren sie: Die Polizisten bringen einen Code aus Ziffern und Buch­staben entweder als Aufkleber oder Gravur gut sicht­bar auf dem Rahmen an.

Schritt 3

Eine Codierung allein bietet noch keinen ausreichenden Schutz vor einem Diebstahl. Deshalb rät die Polizei dazu, alle Daten über das eigene Rad in einen sogenannten Fahr­radpass einzutragen. Diesen gibt es in Papierform oder als App. Weitere Informationen dazu finden Sie unter polizei-beratung.de. Im Fahr­radpass können Sie ein Foto und eine detaillierte Beschreibung des Fahr­rads eintragen, außerdem Ihre Adresse, die Rahmennummer und den registrierten Code. Falls Ihnen das Fahr­zeug gestohlen wird, können Sie diese Daten schnell an die Polizei senden – und auch an Ihre Hausrat­versicherung mit Diebstahl­schutz fürs Fahr­rad, wenn Sie eine haben. Ebenfalls wichtig: Schließen Sie Ihr Rad immer an einem festen Gegen­stand mit einem hoch­wertigen Schloss an und lassen Sie es nachts möglichst nicht draußen stehen.

Tipps und Tests

Gute Schlösser finden Sie in unserem Fahrradschloss-Test.

Wenn Sie Ihr Fahr­rad separat versichern möchten: Test Fahrradversicherungen.

Wenn Sie Ihr Fahr­rad über die Hausrat­versicherung absichern möchten: Tarifrechner Hausratversicherung.

Viele weitere Infos rund ums Fahr­radfahren zeigt Ihnen unserer umfang­reiches Special Fahrradkauf, Zubehör, Reparaturen: Das empfiehlt die Stiftung Warentest.

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