Gewusst wie Special

Wie ärgerlich, wenn Ihr Koffer nach der Ankunft am Flughafen nicht auf dem Gepäck­band liegt. Jähr­lich passiert das Passagieren rund 24 Millionen Mal – aber die meisten Gepäck­stücke tauchen inner­halb von zwei Tagen wieder auf. Doch erst einmal müssen Sie aktiv werden. test.de sagt, was Sie dabei beachten sollten.

Sie benötigen

  • Personal­ausweis
  • Flugti­cket, Bordkarte mit Gepäck­registrierungs­nummer
  • Verlustformular und Referenz­nummer

Schritt 1

Melden Sie den Verlust unver­züglich am Lost-and-Found-Schalter des Flughafens. Halten Sie Ihre Bordkarte mit der Gepäck­registrierungs­nummer bereit. Sie müssen ein Verlustformular ausfüllen und erhalten eine Referenz­nummer für den weiteren Such­verlauf. Nennen Sie die Adresse, an die der Koffer geschickt werden soll, sobald er wieder auftaucht. In der Regel wird er dann kostenfrei bis vor die Wohnungs­tür geliefert.

Schritt 2

Da Ihre Sachen zumindest vorüber­gehend weg sind, Sie aber gleich einiges davon brauchen, dürfen Sie sich auf Kosten der Air­line neue kaufen. Sie sind berechtigt, sich Ersatz­kleidung und Toiletten­artikel zu kaufen, sofern die Anschaffung plausibel und angemessen ist. Was als angemessen gilt, variiert von Fluggesell­schaft zu Fluggesell­schaft. Einige Air­lines bieten ein „Notpaket“ mit Unter­wäsche und Toiletten­artikeln an.

Schritt 3

Falls nicht schon geschehen, melden Sie den Verlust Ihres Koffers binnen 21 Tagen auch bei der Air­line – nur dann werden Ihnen die Kosten für die Ersatz­kleidung erstattet. Heben Sie alle Kauf­belege gut auf. Bei Pauschalr­eisen müssen Sie auch den Reise­ver­anstalter kontaktieren und können eine Minderung des Reise­preises verlangen. Das Land­gericht Frank­furt hat Reisenden zum Beispiel pro Tag ohne Reisege­päck am Urlaubs­ort eine Minderung in Höhe von 35 Prozent des Tages­reise­preises zugestanden (Az. 2/24 S 15/09).

Schritt 4

Bleibt die Suche nach dem Koffer erfolg­los, haben Sie Anspruch auf Schaden­ersatz. Die Fluggesell­schaften haften maximal mit rund 1 200 Euro pro Reisendem. Der Schaden muss beziffert und durch Kauf­belege oder eides­statt­liche Erklärung nachgewiesen sein. Bei Wert­gegen­ständen wie einem Laptop kann der Ersatz schwierig werden. Solche Dinge trans­portieren Sie besser im Hand­gepäck.

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