Gewusst wie Special

Bei Geburten ab 1. Juli 2015 haben Eltern die Wahl zwischen Basis­eltern­geld und dem neuen Eltern­geld Plus. Mütter und Väter können beides auch kombinieren. Achtung: Um alle Möglich­keiten ausschöpfen und richtig beantragen zu können, brauchen Sie genug Zeit.

Sie benötigen

  • Einen Plan für Ihre Eltern­zeit
  • Antrags­formulare der Eltern­geld­stelle
  • Notwendige Unterlagen (z. B. Geburts- und Einkommens­bescheinigungen)

Schritt 1

Beginnen Sie früh mit der Planung von Eltern­zeit und Eltern­geld. Möchten Sie gar nicht arbeiten, ist Basis­eltern­geld die richtige Wahl, bei Teil­zeit­beschäftigung ist es Eltern­geld Plus. Wollen Sie und Ihr Partner eine Zeit lang gemein­sam zuhause bleiben oder parallel in Teil­zeit arbeiten, stehen Ihnen beim Basis­eltern­geld zwei, beim Eltern­geld Plus vier zusätzliche Bezugs­monate (Part­nerschafts­bonus) zu. Ein Paar hat demnach Anspruch auf bis zu 14 Monate Basis­eltern­geld oder 28 Monate Eltern­geld Plus. Spielen Sie alle Kombinationen durch. Lassen Sie sich am besten von einer Eltern­geld­stelle beraten (auf der Website des Bundesfamilienministeriums nach „Eltern­geld­stelle“ suchen, dort finden Sie für jedes Bundes­land eine Über­sicht). Sprechen Sie die gewünschte Eltern­zeit früh mit Ihrem Arbeit­geber ab. Wichtig: Das Eltern­geld wird für Lebens­monate des Kindes berechnet, nicht für Kalendermonate. Wird Ihr Kind voraus­sicht­lich am 17. eines Monats geboren, lassen Sie die Eltern­zeit an einem 17. beginnen. So vermeiden Sie Verluste. Legen Sie Beginn und Umfang einer gewünschten Teil­zeit­beschäftigung fest.

Schritt 2

Nach der Geburt stellen Sie den Antrag auf Eltern­geld. Zögern Sie nicht zu lange. Rück­wirkend erhalten Sie es nur für die letzten drei Monate. Den Antrag gibt es im Internet oder bei der Eltern­geld­stelle. Geben Sie jeweils an, wie lange Sie Basis­eltern­geld und Eltern­geld Plus beziehen möchten. Erziehen Sie das Kind gemein­sam, müssen Sie beide den Antrag des jeweils anderen unter­schreiben. Ihren Antrag können Sie bis zum Ende des Eltern­geldbe­zuges ändern, allerdings nicht rück­wirkend.

Schritt 3

Legen Sie die notwendigen Unterlagen bei. Das sind immer Geburts­bescheinigung im Original und Einkommens­nach­weise. Unten auf dem Antrag steht, wer weitere Dokumente benötigt. Schi­cken Sie Antrag und Unterlagen zusammen per Post an Ihre Eltern­geld­stelle.

Übrigens: Eltern in Teil­zeit können doppelt so viel Eltern­geld bekommen wie andere – das zeigt eine Modell­fall-Berechnung in unserem Elterngeld-Special. Darin zeigen die Experten von Finanztest, für welche Eltern sich das Eltern­geld Plus wirk­lich lohnt, wo Fallen lauern und was beim Antrag auf Eltern­zeit zu beachten ist.

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