Gewusst wie Special

Sie beschäftigen privat eine Haus­halts­hilfe? Dann melden Sie diese bei der Minijob-Zentrale an. Beim Maximal­lohn von 450 Euro zahlen Sie zwar zusätzlich 65 Euro Sozial­abgaben pro Monat. Da das Finanz­amt Sie aber mit einem Steuerrabatt belohnt, ist die legale Hilfe oft gar nicht oder kaum teurer als eine schwarz beschäftigte Kraft. Bei Löhnen bis 300 Euro kann Ihr Steuerrabatt so groß wie Ihre Abgabenlast sein.

Sie benötigen

  • Formular „Haus­halts­scheck“
  • Ihre Steuer­nummer

Schritt 1

Fragen Sie Ihre Putz­frau, ob sie schon in einem anderen Haushalt als 450-Euro-Kraft angemeldet ist. Bekommt Ihre Haus­halts­hilfe für alle Minijobs zusammen mehr als 450 Euro im Monat, können Sie sie nicht zu den güns­tigen Bedingungen anmelden. Hat Ihre Haus­halts­hilfe einen Haupt­beruf und putzt nur nebenher, darf sie nur einen einzigen 450-Euro-Job ausüben.

Schritt 2

Laden Sie sich den Haushaltsscheck runter. Dort müssen Sie unter anderem Ihre Steuer­nummer und die Sozial­versicherungs­nummer der Putz­frau eintragen. Hat sie noch keine Sozial­versicherungs­nummer, genügt ihr Name, Geburts­datum und -ort. Auch der Monats­lohn ist anzu­geben. Die Haus­halts­hilfe muss keine Lohn­steuerkarte vorlegen.

Schritt 3

Fragen Sie Ihre Haus­halts­hilfe, ob sie auf Teile des Lohns verzichten möchte, um die von Ihnen gezahlten Rentenbeiträge aufzusto­cken. Möchte sie die Abzüge nicht, müssen Sie im Haus­halts­scheck Punkt 10 ankreuzen. Hat Ihre Putz­hilfe Fragen dazu, kann sie sich an die Deutsche Renten­versicherung wenden (Tel. 0 800/10 00 48 00). Schi­cken Sie den unter­schriebenen Haus­halts­scheck an die Minijob-Zentrale in Essen. Als Pauschal­abgaben haben Sie monatlich 14,44 Prozent vom Lohn zu zahlen. Sie müssen der Behörde dafür eine Einzugs­ermächtigung erteilen.

Schritt 4

Am Jahres­ende erhalten Sie eine Bescheinigung über Ihre Ausgaben. Tragen Sie im Mantelbogen der Steuererklärung (Zeile 74) Ihre Ausgaben (Lohn plus Abgaben) ein und legen Sie die Bescheinigung bei. Ihre Steuerlast verringert sich um 20 Prozent Ihrer Ausgaben, maximal um 510 Euro im Jahr.

Dieser Artikel ist hilfreich. 176 Nutzer finden das hilfreich.