Schön, wenn es nach dem Anbieter­wechsel stress­frei mit derselben Hand­ynummer weiter geht.

Die Mobil­funk­nummer gehört dem Kunden. Nach dem Tele­kommunikations­gesetz hat er einen Rechts­anspruch auf Mitnahme der Nummer inklusive Vorwahl beim Anbieter­wechsel. Das gilt auch für Kunden von Guthaben­verträgen – auch Prepaid-Verträge genannt. Hier lesen Sie, wie der Umzug der Hand­ynummer reibungs­los klappt und wie teuer das Ganze maximal sein darf.

Das benötigen Sie für den Umzug der Hand­ynummer

  • Mobil­funk­vertrag des neuen Anbieters
  • Ihre alte Hand­ynummer
  • Rund 7 Euro Bearbeitungs­gebühr
  • Eventuell: Kündigungs­bestätigung Ihres alten Vertrags

Schritt 1 – alten Vertrag kündigen

Kündigen Sie Ihren alten Vertrag frist­gerecht. Informationen über die Kündigungs­frist finden Sie im Vertrag, in Ihrem Online-Account oder bei Lauf­zeit­verträgen auf Ihrer Rechnung. Oft beträgt die Kündigungs­frist bei Lauf­zeit­verträgen drei Monate.

Tipps und Vergleiche von Tarif­angeboten finden Sie auf der Themenseite Telefontarife. Wenn Sie ein neues Handy suchen – die Stiftung Warentest testet laufend Mobiltelefone (zum Test Handys).

Schritt 2 – Nummern­mitnahme beantragen

Die Rufnummern­mitnahme beantragen Sie über Ihren neuen Anbieter. Im Vertrags­formular für den neuen Vertrag finden Sie eine Passage, in der Sie ihn beauftragen, Ihre Rufnummer beim alten Anbieter einzuziehen. Manche Anbieter möchten hierzu die Kündigungs­bestätigung sehen.

Bedenken Sie: Ihre Telefon­nummer können Sie nur reibungs­los mitnehmen, wenn Name, Geburts­datum und Telefon­nummer im Neu- und im Altvertrag über­einstimmen.

Die tech­nische Akti­vierung einer Rufnummer erfolgt in der Regel inner­halb eines Kalender­tages, sodass Ihre Telefon­verbindung im Zuge eines Anbieter­wechsels nicht länger als einen Kalendertag unterbrochen sein sollte. Die Über­tragung Ihrer Mobil­funk­rufnummer können Sie jeder­zeit verlangen, spätestens jedoch sollte der Antrag beim bisherigen Anbieter am Tag der Beendigung des Vertrags einge­gangen sein. Viele Anbieter ermöglichen eine Portierung aus Kulanz auch noch bis zu 90 Tagen nach Vertrags­ende. Dies ist die sogenannte Karenz­zeit, bevor die Nummer neu vergeben wird.

Besonderheit beim Prepaid-Vertrag

Sie bezahlen die Kosten für die Rufnummern­mitnahme vom Guthaben Ihres alten Vertrags. Achten Sie dort auf genügend Guthaben.

Der Preis für die Mitnahme ist nun gedeckelt

Bislang verlangten die Anbieter für die Rufnummern­mitnahme oft bis zu 30 Euro. Seit 20. April 2020 gilt jedoch eine Ober­grenze von 6,82 Euro. Dies hat die Bundes­netz­agentur fest­gelegt.

Mitte Februar 2020 hatte die Aufsichts­behörde die Mobil­funkanbieter zunächst aufgefordert, diese sogenannten Portierungs­kosten freiwil­lig zu senken. Die meisten Anbieter haben den Preis darauf­hin reduziert, nicht jedoch Freenet, 1&1 Dril­lisch, 1&1 Telecom und Telefonica. Weil die Firmen nicht darlegen konnten, dass ihnen durch das Über­tragen höhere Kosten entstehen, hat die Behörde die Ober­grenze von 6,82 Euro ange­ordnet.

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