Gewusst wie Special

Ab 2013 verschwindet die GEZ-Gebühr und der Rund­funk­beitrag kommt. Für jede Wohnung ist dann monatlich ein voller Beitrag in Höhe von 17,98 Euro zu zahlen. Manche Menschen können sich aber befreien lassen oder eine Ermäßigung auf 5,99 Euro beantragen.

Sie benötigen:

  • Antrags­formular für Befreiung oder Ermäßigung des Rund­funk­beitrags
  • Nach­weis für Grund der Befreiung oder Ermäßigung

Schritt 1

Gehören Sie zu den Berechtigten? Einen Anspruch auf Befreiung haben zum Beispiel Personen, die Sozial­hilfe, Arbeits­losengeld II, Grund­sicherung im Alter oder Blinden­hilfe erhalten. Auch Bafög-Empfänger und Bezieher von Berufs­ausbildungs­beihilfe können die Befreiung beantragen, sofern sie nicht bei den Eltern leben. Wer schwerbehindert ist und im Behinderten­ausweis vom Versorgungs­amt „RF“ einge­tragen bekommen hat, musste bislang nichts zahlen und erhält jetzt eine Ermäßigung. Die von der GEZ-Gebühr befreiten werden auto­matisch auf den ermäßigten Beitrag umge­stellt. Mehr zum Kreis der Berechtigten unter www.rundfunkbeitrag.de („Befreiung und Ermäßigung“).

Schritt 2

Holen Sie sich den Antrag für die Befreiung oder Ermäßigung bei Ihrer Gemeinde­verwaltung, Ihrer Sozialbehörde oder im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de.

Schritt 3

Füllen Sie den Antrag aus. Schi­cken Sie den Brief an die GEZ, 50656 Köln, ab 2013 an „ARD ZDF Deutsch­land­radio Beitrags­service“, 50656 Köln. Denn die GEZ wird umbe­nannt. Empfänger von Sozial­leistungen müssen als Nach­weis den aktuellen Bewil­ligungs­bescheid oder eine Bescheinigung der Behörde im Original oder als beglaubigte Kopie beilegen. Schwerbehinderte legen den Behinderten­ausweis im Original oder eine beglaubigte Kopie bei. Die Beglaubigung können Sie etwa bei der zuständigen Behörde bekommen.

Schritt 4

Für den Antrag bei der Rund­funk­stelle haben Sie ab Bewil­ligung der Sozial­leistung zwei Monate Zeit, dann gilt die Befreiung rück­wirkend. Geht der Antrag später ein, bekommen Sie die Befreiung erst ab dem Folgemonat nach Eingang Ihres Antrags. Ihre Befreiung gilt so lange, wie Ihnen die Sozial­leistung bewil­ligt ist. Geht Ihr Antrag durch, muss auch der mit Ihnen lebende Ehegatte oder einge­tragene Lebens­partner nichts bezahlen.

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