Gewusst wie Babysitterin anmelden

19.01.2021
Gewusst wie - Babysitterin anmelden
Aufgeweckte Kinder freuen sich über ausgeruhte Babysitter. Die Betreuungs­kosten können Eltern absetzen – wenn die Beschäftigung angemeldet ist. © Getty Images / Miodrag Ignjatovic

Wer im eigenen Haushalt einen Babysitter beschäftigt, wird zum Arbeit­geber. Mit einer Anmeldung bei der Minijob-Zentrale sind beide Parteien abge­sichert – zum Beispiel, wenn der Kinder­betreuer einen Unfall hat. Eltern können zudem vom Steuer­vorteil profitieren. Wir erklären in vier Schritten den Ablauf.

Sie benötigen

  • Haus­halts­scheck oder Onlineformular, beides über die Minijob-Zentrale
  • Einkommensteuererklärung
  • Konto­belege

Schritt 1

Prüfen Sie zunächst, ob die Beschäftigung bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden kann. Melde­pflichtig ist sie, wenn es sich um eine abhängige Beschäftigung handelt. Als Arbeit­geber bestimmen Sie beispiels­weise über Zeit, Ort und Art der Arbeit. Das monatliche Gehalt der Person mit Minijob darf 450 Euro nicht über­schreiten. Ein Minijob ist auch neben einem Haupt­job möglich. Bei der Einschät­zung, ob eine Tätig­keit als Minijob angemeldet werden kann, hilft die Internetseite minijob-zentrale.de.

Schritt 2

Die Anmeldung erfolgt telefo­nisch, über ein Onlineformular oder per Post mit dem sogenannten Haus­halts­scheck. Dort geben Sie an, wie viel der Babysitter monatlich verdient. Auf Basis dieser Auskünfte berechnet die Minijob-Zentrale Ihre Sozial­versicherungs­abgaben und zieht sie per Last­schrift­verfahren ein. Außerdem kümmert sie sich um die gesetzliche Unfall­versicherung.

Schritt 3

Entscheiden Sie, ob Sie den Minijob pauschal mit 2 Prozent oder individuell nach der Lohn­steuerklasse Ihres Babysitters versteuern. Die einheitliche Pauschal­steuer enthält bereits Lohn­steuer, Kirchen­steuer und Solidaritäts­zuschlag. Als Arbeit­geber haben Sie damit weniger Aufwand als mit der Indivi­dual­besteuerung. Mehr Informationen zum Thema Minijob und Steuern finden Sie auf der Website der Minijob-Zentrale.

Schritt 4

Auch bei der Steuererklärung haben Sie die Wahl. Wenn Sie die Betreuungs­kosten als Sonder­ausgaben geltend machen, können Sie die Kosten wie Kita­kosten absetzen. Pro Jahr und Kind unter 14 Jahren sind es bis zu 4 000 Euro. Alternativ setzen Sie die Babysitter-Ausgaben bei Hilfen im Haushalt ab. Damit können Sie jähr­lich 20 Prozent der Kosten – höchs­tens 510 Euro – von Ihrer Steuerschuld abziehen. Als Zahlungs­nach­weis gelten ausschließ­lich Konto­belege.

Tipp: Wie Sie Betreuungs­kosten absetzen, erklären wir ausführ­lich in unserem Special Ausgaben fürs Kind – so senken Sie Steuern.

19.01.2021
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