Gewinnzusage Meldung

Erstmals hat das Landgericht Wuppertal eine Versandfirma verurteilt, eine Gewinnzusage einzuhalten. Es verpflichtete die Firma zur Herausgabe eines nagelneuen Autos, das einem Kunden per Postkarte als Hauptpreis zugesprochen worden war (Az. 3 O 358/00).

Das Gericht stützt sich auf eine neu geschaffene Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch (Paragraph 661a). Danach müssen Anbieter Gewinnzusagen, mit denen sie Kunden werben wollen, auch einhalten.

Im vorliegenden Fall hatte der Kunde aus Frankreich eine an ihn persönlich gerichtete Postkarte mit der Nachricht erhalten, dass er "der glückliche Gewinner eines nagelneuen Beetle" sei. Weitere Dokumente würden folgen. Kurz darauf erhielt der Kunde einen Katalog des Versandunternehmens sowie ein Muster eines auf seinen Namen ausgestellten Fahrzeugscheins für das Auto.

Das Versandhaus will sich gegen das Urteil wehren und hat Berufung eingelegt. Es bestreitet, die Postkarte mit der Gewinnzusage abgeschickt zu haben, obwohl die Faksimile-Unterschrift auf Postkarte und Katalog identisch sind.

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